Ausstellungen 7/20

Tanz - Logo

Welt ohne Kunst

 

2017 installierte Anne Imhof «Faust» im Deutschen Pavillon bei der «Biennale di Venezia» (tanz 7/17): mit Wachleuten, Dobermännern, Hundezwingern. Eine Reflektion des deutschen Weltgeists, den Imhof mit androgynen Perfomern und Tänzern konfrontierte. So ähnlich verhält es sich auch mit dem Plakat, das sie als Teil einer Serie gestaltet hat, derzeit open air überall in München zu sehen. Zu der von namhaften Künstlern bestückten Serie «Welt ohne Kunst» gehört auch das Motiv des Choreografen Rabih Mroué (Foto).

Es zeigt ein Kind, das die Mutter auf etwas offensichtlich Unsichtbares hinweist: die Zukunft, die so ungewiss ist wie die der Heimat von Mroué – im Libanon. Statt Theater in den Münchner Kammerspielen zeigen zu können, verabschiedet sich das Haus mit dieser Freiluft-Ausstellung für Jedermann aus der Saison. Zugleich verabschiedet es seinen Intendanten Matthias Lilienthal – am 17. Juli, unter freiem Himmel und durchaus standesgemäß: im Münchner Olympiastadion.

 


Berlin, Haus am Waldsee, www.hausamwaldsee.de 

«Image Ballet», Gemälde, Zeichnungen und Collagen des in Berlin lebenden Malers und Installationskünstlers Bernhard Martin. Bis zum 5. Juli

 

Berlin, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2020
Rubrik: Kalender, Seite 37
von

Weitere Beiträge
Highlights 7/20

Braunschweig, Düsseldorf: Kreativzeit für Festivals

 

«A Sea of Islands» nennt die unerschrocken-kluge Kuratorin Martine Dennewald ihre letzte Ausgabe der Braunschweiger «Theaterformen». Wer nicht anreisen kann, wird nicht ausgeladen – wie Eko Supriyanto aus Jakarta, dessen Inszenierung «Ibuibu Belu: Bodies of Borders» auch online Aufmerksamkeit erregt. Wer da sein...

Der Tanzalpinist

Die Usancen der St. Gallischen Kulturstiftung sehen vor, dass der Laudator seinen Beruf bezeichnet. Ich bin Ruheständler. Vor vielen Jahren war ich Journalist. Als mich der designierte Direktor, Egon Seefehlner, tollkühn zum Ballettdirektor der Wiener Staatsoper berief, und damit zu einem Amtsvorgänger des heute von uns zu ehrenden Martin Schläpfer, spielte es für...

Adieu: Wera Goldman

Ihr dramatisches Solo «Dybbuk» tanzte sie noch 1998, kurz vor ihrem 77. Geburtstag, im Wiener Jüdischen Museum anlässlich meiner ersten Reihe «Wiener Tanz im Exil». Wera Goldman hatte Wien nach ihrer Flucht zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zwar schon 1947 wieder betreten.  Intensiv erlebt aber wurde diese charismatische, vitale Persönlichkeit in ihrer Geburtsstadt...