Worldmakers
Carlos Maria Romero aka Atabey Mamasita, Sie sind 1979 in Kolumbien geboren, machen Kunst, leben in London und Berlin und werden künftig am Haus der Kulturen der Welt, kurz HKW, die Performativen Praktiken kuratieren, also auch Tanz. Was bedeutet Ihnen Tanz?
Schon in Kolumbien war mein Zugang zum Tanz kommunitär, demokratisch geprägt.
Ich entwickelte meine eigene Kunstpraxis, im Tanz, in der Performancekunst, aber auch in Community-Projekten, die sich mit der Frage von Erinnerung, von kulturellem Gedächtnis als Widerstand auseinandergesetzt haben, speziell in marginalisierten Gruppen. Außerdem habe ich Tanz und Choreografie in Deutschland und Europa studiert. Das reicht aber nicht, um Tanz als Wissensfaktor und Treiber gesellschaftlicher Prozesse zu unterstützen. Also habe ich mir das Kuratieren erschlossen, habe in Kolumbien ein Festival für zeitgenössischen Tanz aufgebaut.
Die ursprüngliche Bedeutung von Kuratieren ist ja, Sorge für etwas zu tragen. Was ist das Konzept von Kuratieren im HKW?
Fangen wir mit dem Namen an: Der erste Begriff ist «Haus». Ich verstehe ihn im Sinne von «Zuhause» als Adverb, als Geselligkeit, Freude, Gastfreundschaft. Die meisten unserer Kurator*innen ...
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Tanz Juni 2023
Rubrik: Praxis, Seite 62
von Johannes Odenthal
«I imagine that when more of us begin to understand dance as a healing art, there will be a natural growth toward dance as a community art.» Das Körperwissen, das Anna Halprin (1920 – 2021) durch ihre Selbstheilung von einer Krebserkrankung und künstlerische Arbeit mit Kollektiven seit den 1970er-Jahren entwickelt hat, wird für sie zu einer Vision von Tanz als...
Deutschland
Altenburg Theater «Forever Lennon», Ballett von Silvana Schröder zu Musik von John Lennon und den Beatles. Theaterzelt, 30. Juni
www.theater-altenburg-gera.de
Augsburg Theater Henry Purcells Ballettoper «The Fairy Queen» (siehe S. 38). 2. Juni, 12. Juli «Dimensions of Dance. Part 4»:«A Fresh Start» des Choreografenteams Iratxe Ansa und Igor Bacovich...
Notiert
Das Theater Osnabrück und Tanzdirektorin Marguerite Donlon gehen ab Sommer getrennte Wege. An mangelndem Publikumszuspruch kann es nicht liegen, Produktionen wie «Lorca» (tanz 5/23) liefen gut und bleiben auf dem Spielplan.
Die Choreografin Meg Stuart erhält das «Guggenheim Fellowship 2023» und plant eine «feministische, spirituelle und ökologische...
