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Das Berliner Haus der Kulturen der Welt pflegt ab sofort ein erweitertes Verständnis von tänzerischer und künstlerischer Praxis, kuratiert von Carlos Maria Romero aka Atabey Mamasita, hier im Gespräch mit Johannes Odenthal

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Carlos Maria Romero aka Atabey Mamasita, Sie sind 1979 in Kolumbien geboren, machen Kunst, leben in London und Berlin und werden künftig am Haus der Kulturen der Welt, kurz HKW, die Performativen Praktiken kuratieren, also auch Tanz. Was bedeutet Ihnen Tanz? 
Schon in Kolumbien war mein Zugang zum Tanz kommunitär, demokratisch geprägt.

Ich entwickelte meine eigene Kunstpraxis, im Tanz, in der Performancekunst, aber auch in Community-Projekten, die sich mit der Frage von Erinnerung, von kulturellem Gedächtnis als Widerstand auseinandergesetzt haben, speziell in marginalisierten Gruppen. Außerdem habe ich Tanz und Choreografie in Deutschland und Europa studiert. Das reicht aber nicht, um Tanz als Wissensfaktor und Treiber gesellschaftlicher Prozesse zu unterstützen. Also habe ich mir das Kuratieren erschlossen, habe in Kolumbien ein Festival für zeitgenössischen Tanz aufgebaut.

Die ursprüngliche Bedeutung von Kuratieren ist ja, Sorge für etwas zu tragen. Was ist das Konzept von Kuratieren im HKW? 
Fangen wir mit dem Namen an: Der erste Begriff ist «Haus». Ich verstehe ihn im Sinne von «Zuhause» als Adverb, als Geselligkeit, Freude, Gastfreundschaft. Die meisten unserer Kurator*innen ...

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Tanz Juni 2023
Rubrik: Praxis, Seite 62
von Johannes Odenthal

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