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JAHRESTAGE. GESCHICHTEN AUS DER GESCHICHTE DES TANZES
Die Musealisierung des Tanzes ist ein zweischneideiges Schwert: Einerseits ist der Tanz flüchtig wie kaum eine andere Kunst, exisitiert nur im Moment der Aufführung. Andererseits will man natürlich archivieren, der Nachwelt etwas hinterlassen. Das Deutsche Tanzarchiv in Köln hat diese Aufgabe übernommen und präsentiert Teile seines umfangreichen Archivs in der «Jahrestage. Geschichten aus der Geschichte des Tanzes» betitelten Ausstellung. Angekündigt ist «ein subjektiv-historisches Panorama der Tanzkunst im 20.

Jahrhundert aus der Perspektive seiner großen und kleinen, prominenten und weniger prominenten Akteure». Vielleicht muss das Thema mit diesem leicht spröden Unterton angegangen werden, damit man versteht, dass ein Archiv erstens unverzichtbar ist und zweitens ein Reservoir, in dem sich verfängt, was von der Kunst übrig bleibt. Bis 26. Februar 2023; www.deutsches-tanzarchiv.de

Dessau, Bauhaus Museum, www.bauhaus-dessau.de
«Bühnenpuppen. Oskar Schlemmer und Kia LaBeija»: Historische Dokumente zu Schlemmers «Triadischem Ballett» treten in Dialog mit der Videoinstallation zur Performance «(Untitled) The Black Act (2019)» der ...

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Tanz Mai 2022
Rubrik: Kalender, Seite 53
von

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Im Krieg tanzen wir nicht

Am 24. Februar weckte mich ein Anruf meines Vaters:

Was machst du? Ich schlafe natürlich. Wieso? Putin hat den Krieg erklärt. Ich setze mich im Bett auf.

Scheiße. Zeitgleich ruft auf der anderen Leitung meine Freundin an:

Weißt du’s schon? Ja. Danke, dass du anrufst. Im Bett sitzend, blicke ich aus dem Fenster auf den eintönig grauen Morgenhimmel und lausche....

Flucht ins Märchenschloss

«Schlimme Geschichten» seien es, die die Kinder erzählen, sagt Tadeusz Matacz, Leiter der Stuttgarter John Cranko Schule. Wie in allen großen Ballettakademien sind auch hier Kinder aus der Ukraine untergekommen, genauer gesagt Ballettschüler, die hier ihre Ausbildung fortsetzen können. Manche wurden von den Eltern gebracht, manche kamen ganz alleine im Bus viele...