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Ausstellung: Anthony Crickmay

Es gibt Bilder, die zu Ikonen werden, obwohl die Kamera den Augenblick scheinbar nur zufällig erfasst hat. Dazu gehören die Fotos von Anthony Crickmay, die Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew 1963 bei den Proben zu Frederick Ashtons «Marguerite and Armand» zeigen. Nicht Tänzer sind da zu sehen, sondern eine reife Frau, die sich vor Lebens- und Liebesschmerz verzehrt – und ein junger Mann, der alles geben würde, um sie zu erlösen.

Crickmay gelang es, die Fonteyn mit splitterfasernackter Seele abzulichten: verletzliche Blöße, die durch nichts und niemanden geschützt werden kann. Dass der nunmehr 80 Jahre alte und vor allem durch seine Tanzaufnahmen berühmt gewordene Porträtspezialist mit einer Ausstellung geehrt wird, ist geradezu Ehrenpflicht. Jedenfalls für Londons «Victoria & Albert Museum», das ohnehin unschätzbar wertvolle Zeugnisse der Tanzkunst hortet – Artefakte, über die der famose Glanz vergangener Zeiten irrlichtert. «Anthony Crickmay: Photographing People and Performance» trägt besonders schöne Beispiele dafür zusammen und ist noch bis zum 10. Juni zu besichtigen; www.vam.ac.uk

Karlsruhe, ZKM, www.zkm.de
«The Art of Immersion II», das ...

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Tanz April 2018
Rubrik: Kalender, Seite 49
von

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Nachrichten 4/18

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