Ausstellungen 2/22
WALK!
In Pandemiezeiten ist das eigentlich unspektakuläre Gehen mit Bedeutung aufgeladen – sei es, dass die einzig mögliche soziale Aktion während des Lockdowns ein gemeinsamer Gang durch den Park ist, sei es, dass Querdenker, Reichsbürger und Rechtsextreme Demonstrationen als kollektive «Spaziergänge» verniedlichen. Künstlerische Würdigungen bekommt das schnöde Gehen allerdings bislang keine.
Entsprechend: Wenn die Frankfurter Schirn zeitgenössische Variationen der Walking Art untersucht, die ihre Ursprünge in Land Art, Minimalismus und Konzeptkunst der 1960er hat, dann ist das durchaus eine Pionierleistung. Die Ausstellung «Walk!» versammelt Fotografie, Video, Collagen, Zeichnungen, Malerei, Performance sowie partizipative Projekte im öffentlichen Raum, unter anderem von Francis Alÿs, James Bridle und Milica Tomić.
«Walk!» in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main, vom 18. Februar bis 22. Mai; www.schirn.de
Köln, Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln, www.deutsches-tanzarchiv.de
«Inszenierung | Inspiration – Tanz und Fotografie». Bis 20. Februar
London, Victoria and Albert Museum, www.vam.ac.uk
«On Pointe: Royal Academy of Dance at 100». Bis 31. August
Los Angeles, J. ...
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Tanz Februar 2022
Rubrik: Kalender, Seite 37
von
Auditions
The Finnish National Ballet, Helsinki
is looking for experienced female and male dancers and for dancers to the Youth Company (age 18 to 22)
Auditions (by invitation only): 20 March in Amsterdam
Application deadline: 5 February www.oopperabaletti.fi/en/audition
The ballet company of the Tyrolean State Theatre Innsbruck, Austria
is looking for dancers...
Hinter dem romantischen Titel verbirgt sich ein amerikanisches Programm, für das der Wiener Ballettdirektor Martin Schläpfer zum ersten Mal Lucinda Childs an die Staatsoper holte, eine Ikone des Postmodern Dance. Ihr kurzes, hochtouriges «Concerto» von 1993 ändert zu Musik von Henryk Górecki kaum die Schritte, aber ständig deren Richtung. Streng und klar dreht sich...
«Ende einer Ära», das klingt pathetisch. In Hamburg aber ist die Terminologie angemessen: Seit 1973 prägt John Neumeier das Hamburg Ballett, zunächst als Ballettdirektor und Chefchoreograf, seit 1996 als Intendant. 49 Jahre, in denen Neumeier stilbildende Choreografien entwickelte, «Tod in Venedig», «Winterreise», «Nijinsky», «Ghost Light», das jüngst überarbeitete...
