Ausstellung tanz 6/25
PARA-MODERNE
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich vor allem in Deutschland und der Schweiz ein zunehmendes Unbehagen an Industrialisierung, Urbanisierung und Materialismus. Immer mehr Menschen sehnten sich nach einer Rückkehr zur Natur und waren bereit, dafür Einschränkungen auf sich zu nehmen – verschiedene Lebensreform-Bewegungen entstanden, teils auch in eigens eingerichteten Reformkolonien, in denen Gesundheit, Spiritualität und Körperkultur gelebt werden sollten – Anknüpfungspunkt zur Tanzmoderne.
Die Ausstellung «Para-Moderne» beleuchtet das Potenzial aber auch die problematischen Auswüchse der Lebensreform, die über den Umweg der Esoterik zu Eugenik, Antisemitismus und Rassismus führten. Zu sehen bis 10. August in der Bonner Bundeskunsthalle; www.bundeskunsthalle.de
Bern, Museum für Kommunikation, www.mfk.ch
«DANCE!», Tanz als globale Kommunikationsform. Bis 20. Juli
Bonn, Bundeskunsthalle
«Para-Moderne: Lebensreformen ab 1900». Bis 10. August
Hamburg, Deichtorhallen, www.deichtorhallen.de
«States of Rebirth. Körperbilder in Bewegung» (tanz 4/25). Bis 17. August
Köln, Tanzmuseum, www.deutsches-tanzarchiv.de
«It’s me! Selbstinszenierung im Tanz» (tanz 4/25). ...
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Tanz 2025
Rubrik: Kalender, Seite 48
von
Einen deutlich anderen Kurs als der Vorgänger am Wiener Staatsballett wird dessen neue Leiterin Alessandra Ferri einschlagen, deren erste Saison kommenden September beginnt. Vor allem wird die Nachfolgerin von Martin Schläpfer, der 2020 Manuel Legris ablöste, keine eigenen Werke auf die Bühne bringen. Im Gegensatz dazu wurde die auf zwei Häuser – Staatsoper und...
Schon erstaunlich. Das Publikum im Wiener Opernhaus erhebt sich und applaudiert, minutenlang. Die Tänzer*innen wirken gelöst, ebenso der Choreograf. Vermutlich hat niemand damit gerechnet, dass der Schlussakkord zu einer veritablen Umarmung wird. Zu einem Tribut an Martin Schläpfer, der 2020 die Leitung des Wiener Staatsballetts übernahm – mitten in der Pandemie....
CD des Monats
THE DANCING VIOLIN
Aram Chatschaturjans «Säbeltanz» kennt jeder, er ist so populär wie Ravels «Boléro» oder Tschaikowskys «Schwanensee». Auf einer CD, die der Musik Chatschaturjans gewidmet ist, darf dieser Evergreen nicht fehlen, und David Haroutunian lässt denn auch den Bogen tanzen, als müsste er seine Jahrhunderte alte Violine zu neuem Leben...
