Ausstellung 6/26

Tanz - Logo

MARTHA GRAHAM
New York war ihre Stadt, aber Furore machte Martha Graham (1894 – 1991) vor allem mit Werken, die eine Art Zivilisationsarchäologie betrieben: «Appalachian Spring» (1944) oder «Cave of the Heart» (1946) prägten das Antlitz der Tanzmoderne. Ihre Company, die dieses Jahr den 100. Geburtstag feiert (tanz 5/26), wird nun zusammen mit der Gründerin unter dem Titel «Martha Graham: The Mother of Psychological Dance» in New Yorks berühmter «Library for the Performing Arts» geehrt.

Kurator Jack Ferver schärft dabei den Blick für Grahams psychologische Tanzsprache, die das Innerste der Seele durch den Körper sichtbar macht und Choreografien von emotionaler Wucht hervorbringt. Die Schau zeigt nicht nur Archivalien, sondern auch die ikonischen Kostüme und Bühnenbilder von Isamu Noguchi – maßgeschneidertes Design für eine Ausnahmetänzerin, deren eigengesetzlicher Kunstkosmos noch heute fasziniert. Bis 7. November; www.nypl.org

Berlin, Gropius Bau, www.berlinerfestspiele.de
«Marina Abramović: Balkan Erotic Epic. The Exhibition». Bis 23. August 

Hamburg, PARABEL. Zentrum für Kunst, www.parabel.hamburg
«Im Auge des Sturms – die Schwestern Falke, Doris Boeckmann und Ora Doelk»: Von ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2026
Rubrik: Kalender, Seite 56
von

Weitere Beiträge
Emanuele Babici «Romeo und Julia»

Ziemlich gewagt, einem gerade mal 22-Jährigen Sergei Prokofjews «Romeo und Julia» anzuvertrauen. Und das auch noch als Festivaleröffnung. Das Thüringer Staatsballett hat diese Risiko-Karte gezogen – und getrumpft. Emanuele Babici, Tänzer des Stuttgarter Balletts, fiel seit 2022 mit sieben kleineren Choreografien auf, sein vergangenes Jahr bei Londons «International...

Jorge Pérez Martínez «Buena vista dancing club»

Sommer, Sonne, Salsa – das karibische Lebensgefühl hat Europa erobert. Es ist die ebenso elegante wie feurige Revanche für Kolonialschicksale, wie sie auch den Kubaner*innen zuteilwurden. Malochen für landesfremde Kassen? Hatte hier Tradition, änderte indes nichts am kulturellen Zauber des Inselstaats. Bis heute besticht seine stolze Selbstbehauptung, selbst wenn...

Didy Veldman «Les noces», Ricardo Fernando «Le sacre du printemps»

Seit sage und schreibe knapp zehn Jahren harrt das Staatstheater Augsburg schon in Interimsspielstätten aus. Die Hauptbühne logiert im Martini-Park, einem Mix aus Neubaugebiet und alter Industriesubstanz, inzwischen kulturell genutzt. Allein das ist eine bewundernswerte Leistung, für die man die 18 Tänzer*innen des Ensembles und ihren Direktor Ricardo Fernando...