Ausgeschlossen

Ein einziger Flickenteppich, von den Bundesländern Stück um Stück zusammengenäht: Um Finanzhilfen für die krisendarbende freie Szene wird gerungen. Das Geschehen beobachtet hat Elena Philipp

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Ganz unten aufgedonnert und am Ende der Nahrungskette platziert: So empfindet der Berliner Tänzer und Choreograf Jochen Roller Anfang Mai die Situation der freien Tanzschaffenden in der Corona-Krise. Sieben Wochen nach der Schließung aller Theater hängen die Solo-Selbstständigen in der Luft: Auftrittsmöglichkeiten und damit Gagen fallen über Monate hinweg aus.

Für die im Tanz besonders oft prekär finanzierten Künstler droht die Situation schnell existenzgefährdend zu werden: «Es ist ja so, dass nicht nur der erste Job wegbricht, indem Aufführungen (meist ohne Ausfallgage) abgesagt werden», schreibt Jochen Roller in einem Berliner Magazin. «Auch der zweite Job ist weg, da keine Workshops oder Seminare mehr stattfinden. Und der dritte Job im Nachtleben, der einen eigentlich immer über Wasser halten konnte, ist nun auch noch weg.» Mit über 60 Millionen Euro an Einnahmeverlusten bei Solo-Selbstständigen rechnet der Dachverband Tanz Deutschland. Gemeinsam mit der Tanzszene Baden-Württemberg und den Tanzbüros in Berlin, NRW und München hat er aus Anlass des Corona-Lockdowns eine bundesweite Umfrage zur Situation im Tanzbereich durchgeführt.

Lücke im System

Wie also die erzwungene Pause ...

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Tanz Juni 2020
Rubrik: Praxis, Seite 52
von Elena Philipp

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