Auf DVD: Sylvie Guillem

Auf DVD: eine Hommage an Sylvie Guillem

Tanz - Logo

Dieses Video ist kein Lebenslauf eines Weltstars, keine Bilanz. Recht so, denn nichts wäre Sylvie Guillem fremder, als sich in ein Schema pressen zu lassen oder einen Schlussstrich zu ziehen. «On the Edge» nennt Françoise Ha Van ihr Filmportrait der Ballerina und erfasst punktgenau, wo Guillem heute steht: an der Schnittstelle von Ballett und anderen Tanzkulturen, sich selbst neu entdeckend am Wendepunkt ihrer Karriere und immer bereit zu neuen Abenteuern. «On the Edge» zeigt sie immer dort, wo sie volles Risiko geht.

Also nicht beim Brötchen holen, sondern beim Snow Tubing, wenn sie in «Eonnagata» mit Schwertern ficht oder ihre Angst davor überwindet, auf der Bühne zu sprechen. Dabei verbirgt sie nichts von ihrem Lampenfieber, ihren Ängsten, ihren Zweifeln. Ha Van begleitete den Weltstar drei Jahre lang zu Proben und Aufführungen an Orten, die Guillems Weltruf in nichts nachstehen: Versailles, Venedig, Vancouver, Tokio. Dort probte sie mit Nicolas Le Riche, Akram Khan, Russell Maliphant, Robert Lepage oder tanzte ihr brillantes Solo in Béjarts «Boléro». Sie könne sich vorstellen, nach ihrer Karriere als Gärtnerin zu arbeiten, sagt sie im Park von Versailles, wo ihr Faible für die ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2010
Rubrik: Magazin, Seite 23
von Thomas Hahn

Vergriffen
Weitere Beiträge
Ausgeschrieben

Seit 2007 siedelt das Tanzlabor_21 ein Projektensemble am Frankfurter Mousonturm an. Die künstlerischen Teams setzen sich in wechselnder Besetzung aus Studienabsolventen aus Frankfurt und Gießen zusammen, ergänzt durch externe Tänzer. Ziel des Projektensembles ist die Stärkung des Nachwuchses in der Region. Daher richtet sich diese Ausschreibung explizit an...

Im Irr-Garten

Eine Allee mit kugelförmigen Buchsbäumen begrenzt die Bühne und lenkt den Blick in die Tiefe des Raums. Zwischen den Bäumen weisen schmale Schlitze kleine Ausgänge ins Unbekannte. Links trennt eine Wand mit Fenstern den Bühnenraum, eine Frau in klatschmohnrotem Kleid setzt sich mit ihrem Partner in Szene. Elegant schreitet eine zweite Dame im Zeitlupentempo über...

Die Highlights im Januar

Marco Goecke ist in Holland bekannt wie ein bunter Hund. Dabei choreografiert der Mann aus Wuppertal am liebsten schwarz in schwarz, wie man an vielen Arbeiten für Scapino Ballet Rotterdam (und «Nichts» fürs NDT) hat sehen können. Den «Notenkraker», mit dem das Ensemble derzeit durch die Niederlande tourt, nennt er sogar ausdrücklich ein «Ballet noir », obwohl...