Auf DVD: Sylvie Guillem
Dieses Video ist kein Lebenslauf eines Weltstars, keine Bilanz. Recht so, denn nichts wäre Sylvie Guillem fremder, als sich in ein Schema pressen zu lassen oder einen Schlussstrich zu ziehen. «On the Edge» nennt Françoise Ha Van ihr Filmportrait der Ballerina und erfasst punktgenau, wo Guillem heute steht: an der Schnittstelle von Ballett und anderen Tanzkulturen, sich selbst neu entdeckend am Wendepunkt ihrer Karriere und immer bereit zu neuen Abenteuern. «On the Edge» zeigt sie immer dort, wo sie volles Risiko geht.
Also nicht beim Brötchen holen, sondern beim Snow Tubing, wenn sie in «Eonnagata» mit Schwertern ficht oder ihre Angst davor überwindet, auf der Bühne zu sprechen. Dabei verbirgt sie nichts von ihrem Lampenfieber, ihren Ängsten, ihren Zweifeln. Ha Van begleitete den Weltstar drei Jahre lang zu Proben und Aufführungen an Orten, die Guillems Weltruf in nichts nachstehen: Versailles, Venedig, Vancouver, Tokio. Dort probte sie mit Nicolas Le Riche, Akram Khan, Russell Maliphant, Robert Lepage oder tanzte ihr brillantes Solo in Béjarts «Boléro». Sie könne sich vorstellen, nach ihrer Karriere als Gärtnerin zu arbeiten, sagt sie im Park von Versailles, wo ihr Faible für die ...
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