auf dvd: «siddharta»
Ein Albaner choreografiert an der Pariser Opéra zur neuen Musik eines Franzosen mit italienischen Vorfahren ein Ballett über Buddha. Kann dabei etwas herauskommen? Wenngleich sich Angelin Preljocajs 2010 uraufgeführter erster Abendfüller «Siddharta» nicht mit seinen anderen langen Balletten messen kann. Zu bunt, zu harmlos, auch zu skrupelhaft ist sein Zugang, der anders als in all den indischen Romantikmärchen à la «La bayadère» oder «La Péri» nicht nur ein ästhetizistischer sein möchte.
Und sich schwertut, das spirituelle Geheimnis zu ergründen, warum aus dem machtvollen Prinzen Siddharta Gautama ein religiöser Führer wird. Die Choreografie stellt nebulös die biografischen Stationen nach und erreicht selten mehr als den Rang einer esoterisch fundamentierten Bildergeschichte. Preljocaj wollte zeigen, wie «Tanz dem Körper Geist gibt». Dafür aber bleiben seine Formationen in Claude Lévêques Bühnenbild zu harmlos. Fünfzig Tänzer sind aufgeboten, Nicolas Le Riche gibt mit beeindruckender Präsenz und fließender Technik Buddha persönlich, die graziöse Aurélie Dupont tanzt die personifizierte Erleuchtung, Wilfried Romoli ist hier nochmals als Vater zu sehen. Yin und Yang kommen so aber ...
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Tanz Mai 2011
Rubrik: medien, Seite 60
von Manuel Brug
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...laut eines leicht dubiosen Vergleichs der Zeitung «Junge Welt» in puncto Werbung, und zwar gegen John Neumeier, dem das Blatt jüngst eine zu große «Nähe zum Kapitalismus» vorwarf, weil er die Werbeagentur Scholz & Friends für ein paar Plakatmotive beauftragt hat, während das Guerilla-Marketing in Berlin, ein lustiger Flashmob im Hauptbahnhof, auch bei den Linken...
...war seit 1991 Folkwang-Professorin für klassischen Tanz. Sie starb am 8. März im Alter von nur 59 Jahren. Die in Budapest geborene Agnes Pallai war 14 Jahre Balletttänzerin an der dortigen Staatsoper, examinierte zur Tanzpädagogin und war lange Jahre als Solotänzerin beim Freiburger Tanztheater beschäftigt. Der beliebten Dozentin, die unter anderem die...
