Auf dem Prüfstand
Der neueste Schrei sieht eher altbacken aus: ein dunkles Trikot, ein mintgrün-schwarzes Oberteil und dazu passende Leggings. Diese drei Teile markieren den Anfang einer neuen Ära beim Royal Ballet London: Gemeinsam mit einem Textilhersteller wurde die «Sustainable Activewear Collection» auf den Markt gebracht, gefertigt aus ECONYL®, einer Art Nylon, dessen Fasern aus wiederaufbereitetem Plastik gewonnen werden – Rohstoff, der aus «Deponie- und Industriemüll sowie den Ozeanen» stammt.
Für den guten Zweck lässt sich die frugale Optik verschmerzen, zumal die Modelinie den Trend zur Nachhaltigkeit unterstreicht, der auch die Tanzwelt erfasst hat. Immer heißere Sommer, zuletzt die Corona-Zwangspause als Digitalbooster (inkl. Strom- und Ressourcenverbrauch auch nicht direkt klimaneutral) – wer jetzt nicht begreift, was die Ökostunde geschlagen hat, der wird vermutlich nachsitzen müssen. Die Frage nach der Kohlendioxid-Bilanz wird demnächst bei Förderentscheidungen vermutlich eine ebenso große Rolle spielen wie etwa das Vermittlungsangebot einer Kompanie. Gerade erst hat die Kulturstiftung des Bundes (KSB) das Ergebnis eines Pilotprojekts zu «Klimabilanzen in Kulturinstitutionen» ...
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Tanz August/September 2021
Rubrik: Nachhaltigkeit, Seite 44
von Dorion Weickmann
DER WEISSE TURM VON MULEGNS
Wer das Modell des «Weißen Turms» von Mulegns für das Werk eines Zuckerbäckers hält, liegt gar nicht so falsch. Tatsächlich haben die Familien Poltera und Jegher dem Bergdorf im Schweizer Kanton Graubünden einst zu einem gewissen Wohlstand verholfen, nachdem sie im Ausland mit ihren Patisserien das große Geld gemacht hatten. Inzwischen...
Seit ihrer Gründung vor 60 Jahren hat sich die Tanzabteilung der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) in Frankfurt am Main, derzeit unter der Direktion von Dieter Heitkamp, gewandelt. Körper in Bewegung finden heute zu einem ganz anderen künstlerischen Ausdruck als 1961. Auch die Konzepte von Training und Ausbildung haben sich verändert.
Anlässlich...
Es gibt Träume, die man nachts träumt und die einem nichts anderes antun, als die Konflikte des Tages in den eigenen Hirnwindungen solange mit den Ablagerungen des Gedächtnisses kurzzuschließen, bis man von so viel Nervenkitzel wieder aufwacht. Und es gibt andere Träume, die heimlich die halbe Menschheit träumt. «Star Trek» zum Beispiel war so ein Filmtraum, der...
