Auf dem Prüfstand

Schiff, Bahn oder Flieger? Das ist neuerdings die Frage. Ebenso kritisch beäugt wird der Verbleib von Bühnenbildern, Kostümen, Inszenierungen, ja das Fördersystem. Über den allfälligen Öko-Wandel.

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Der neueste Schrei sieht eher altbacken aus: ein dunkles Trikot, ein mintgrün-schwarzes Oberteil und dazu passende Leggings. Diese drei Teile markieren den Anfang einer neuen Ära beim Royal Ballet London: Gemeinsam mit einem Textilhersteller wurde die «Sustainable Activewear Collection» auf den Markt gebracht, gefertigt aus ECONYL®, einer Art Nylon, dessen Fasern aus wiederaufbereitetem Plastik gewonnen werden – Rohstoff, der aus «Deponie- und Industriemüll sowie den Ozeanen» stammt.

Für den guten Zweck lässt sich die frugale Optik verschmerzen, zumal die Modelinie den Trend zur Nachhaltigkeit unterstreicht, der auch die Tanzwelt erfasst hat. Immer heißere Sommer, zuletzt die Corona-Zwangspause als Digitalbooster (inkl. Strom- und Ressourcenverbrauch auch nicht direkt klimaneutral) – wer jetzt nicht begreift, was die Ökostunde geschlagen hat, der wird vermutlich nachsitzen müssen. Die Frage nach der Kohlendioxid-Bilanz wird demnächst bei Förderentscheidungen vermutlich eine ebenso große Rolle spielen wie etwa das Vermittlungsangebot einer Kompanie. Gerade erst hat die Kulturstiftung des Bundes (KSB) das Ergebnis eines Pilotprojekts zu «Klimabilanzen in Kulturinstitutionen» ...

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Tanz August/September 2021
Rubrik: Nachhaltigkeit, Seite 44
von Dorion Weickmann

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