Athen
Athen hat sich sein neoklassisches Nationaltheater aus dem 19. Jahrhundert mitten im Stadtzentrum vom österreichischen Architekten Ernst Ziller neu aufmöblieren lassen. Zum Dank wird es das «Ziller Building» genannt. Dimitris Papaioannou, der seit der Eröffnung der Olympiade in Athen 2004 weltweit ein Begriff ist, hat besonders die moderne Bühnenmaschinerie beeindruckt. Mit Hingabe widmet er sich den Zügen und fliegenden Laststangen in seiner Inaugurations-Choreografie «Nowhere» («Pouthena» auf Griechisch), die er mit 26 Tänzern noch bis zum 6. Dezember jeden Abend zweimal feiert.
Nebst der vertikalen Choreografie fällt auf, wie sehr es Papaioannou gelingt, das Haus nicht nur den Reichen und Berühmten der Stadt schmackhaft zu machen, sondern gleich auch die richtige Botschaft zu formulieren: Seine Tänzer, geleitet von einem unsichtbaren Führer, tanzen gehorsam und unterwürfig als eine Gruppe, die unablässig an einer Idealgesellschaft werkelt, deren Gleichheit sich allein durch harte Disziplin und strikte Zweckorientiertheit herstellt. Es ist ein idealer Abend für Männer, die bestätigt sehen wollen, wie man in ihrer Gesellschaft etwas erreichen kann. Was Papaioannou als Liebling ...
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... starb 1992, am 11. Dezember hätte er seinen 80. Geburtstag gefeiert. Ihm zu Ehren zeigt das Stuttgarter Ballett die 1965 entstandene Gustav-Mahler-Choreografie «Das Lied von der Erde» und das 1976 geschaffene «Requiem» zur Musik von Gabriel Fauré. Beide Ballette wurden in Stuttgart uraufgeführt.
MacMillan begann wie John Cranko als Tänzer am Sadler’s Wells...
Martin Parr, der Magnum-Fotograf, eröffnete 2008 eine sensationelle Ausstellung seiner Bilddokumente im Münchner Haus der Kunst. Seither tourt sie um die Welt und zeigt einen Fotojournalismus britischer Herkunft, der sich restlos dessen bewusst ist, dass fast jeder selbst eine Kamera besitzt, und sei sie im Handy eingebaut. Aber, so Parr: «Es gibt sicher mehr...
Der Genfer Choreograf ist ein heftiger Gegner narrativer Entwürfe und vertritt einen ausschließlich abstrakten Tanz. Er ist bekannt für wunderschön kahle, geometrische Choreografien wie «The Moebius Strip» (2001), die gern genial durchwoben sind mit langsamen, fließend organischen Bewegungsmustern. Jeglichem erzählerischen Inhalt steht er fern. Und nun? Amüsiert er...
