Atempause

Konflikt an der Staatlichen Ballettschule Berlin: ein Zwischenstand von Dorion Weickmann

Die Sommerferien verschaffen der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik eine Atempause (tanz 3/20). Und die ist bitter nötig. Inzwischen sind nicht nur der Schulleiter Ralf Stabel und der Chef des angegliederten Landesjugendballetts, Gregor Seyffert, gekündigt worden. Vielmehr ist eine veritable Medienschlacht entbrannt: Verteidiger der Herren hier, Gegner dort – genauso wie die Schule selbst in Freund und Feind gespalten ist.

Die Zwischenberichte der von der zuständigen Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) einberufenen Expertenkommission und einer unabhängigen Beschwerdestelle fielen desaströs aus: Kindeswohlgefährdung, Mobbing, Machtmissbrauch – die ganze Klischee-Palette bis hin zu Essstörungen scheint sich einmal mehr zu bewahrheiten. Über die Validität der Ergebnisse wird indes auch hinter den Schulkulissen heftig gestritten.

Die beiden entlassenen Leiter gehen derweil juristisch gegen ihre Dienstherrin vor. In der Tat spielt Scheeres keine rühmliche Rolle, hat sie doch das künstlerische Profil der «Schule mit besonderer Prägung» bis dato beflissen gefördert und 2017 sogar noch um das Landesjugendballett erweitert – eben jenes Prestigeprojekt, das nunmehr ...

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Praxis, Seite 55
von Dorion Weickmann