Arno Schuitemaker «After After»
Sie kommen von weit her, wie Schatten im Nebel. Sieben Tänzer*innen bahnen sich langsam ihren Weg aus der Dunkelheit hinter der Bühne. Durch sanftes Gleiten entstehen weitbeinig langgezogene Silhouetten. Jede*r Interpret*in setzt einen eigenen Schwerpunkt. Eine Person bewegt sich im Hohlkreuz, eine andere dreht kleine Kreise, und eine dritte scheint unsichtbare Steine wegzuschieben. Überall erkennt man die fließende S-Kurve der Körper, eines der Markenzeichen des niederländischen Choreografen Arno Schuitemaker.
Seit einigen Jahren bringt er die kollektive Atmosphäre des Clubtanzes auf die Bühne. Seine Arbeiten sind bereits durch zwanzig Länder getourt.
Aber hier in Amsterdam, während der Weltpremiere von «After After» beim «Julidans»-Festival, bleibt zwanzig Minuten lang jede*r für sich, quälend langsam. Bei Schuitemaker hört die Energie, die normalerweise durch die Bewegungen der Tänzer*innen auf das Publikum zuströmt, nun am Bühnenrand auf. Sie scheinen fast zu verstummen. Dann kündigt ein Geräusch in Aart Strootmans ruhig konstruierter Klanglandschaft eine Veränderung an. Sturm? Ein herannahender Zug? Die Tänzer*innen verschwinden zwischen den Flügeln und tauschen ihre ...
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Tanz Oktober 2024
Rubrik: Kalender, Seite 32
von Annette Embrechts
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CD des Monats
DON QUIXOTE
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