anna karenina

Sie hat, was das Herz begehrt: einen respektablen Mann, ein entzückendes Kind, und doch folgt sie dem Sirenengesang der Leidenschaft. Sidi Larbi Cherkaoui choreografiert hinreißend für die Verfilmung des Jahrhundert-Romans

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Nach dieser Ballszene gibt es kein Zurück. Anna Karenina (Keira Knightley), die Frau eines angesehenen Regierungsbeamten (Jude Law), tanzt zum ersten Mal mit dem draufgängerischen Offizier Wronskij (Aaron Taylor-Johnson). Sie wirbeln im Kreis herum, tanzen sich in einen wahren Rausch hinein, bis selbst der Zuschauer mitgerissen wird vom Taumel ihrer Gefühle. Als die Musik verklingt, erwacht Anna wie aus einem Traum. Erschrecken und Schuldbewusstsein ergreifen von ihr Besitz.

Denn die russischen Aristokraten ringsum haben ihre Verzückung sehr wohl bemerkt, allen voran die junge Kitty, die in Wronskij verliebt ist und eigentlich erwartet hat, dass er ihr einen Antrag macht. Aber der Tanz greift ins Räderwerk des Schicksals: Hier nimmt eine verhängnisvolle Affäre ihren Lauf, die mit der Selbsttötung Anna Kareninas enden wird.

Walzer im Flow
Mag man schon tausend Ballszenen auf der Leinwand gesehen haben, so besitzt diese doch besondere Sogkraft. Was nicht zuletzt der Choreografie geschuldet ist, die Sidi Larbi Cherkaoui entworfen hat. Der britische Regisseur Joe Wright, der mit «Anna ­Karenina» jetzt die Neuverfilmung des gleichnamigen, von Leo Tolstoi 1877/78 veröffentlichten ...

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Tanz Dezember 2012
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Sandra Luzina

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