Anita Berber
Buch um Buch beleuchtet Ort und Zeit, wo alles begann und wie sich zeitgenössischer Tanz fortentwickelt. So löst sich die Tanzforschung vom pur Anekdotischen. Politik, Avantgarde, Gender, Körperkonzepte sind Themen kritischer Durchleuchtung. Lothar Fischers Buch Anita Berber – Göttin der Nacht ist der Rückfall ins reine Erzählen. Minuziöser noch als in seinen frühen Publikationen über die Skandaltänzerin stürzt sich der Biograf von Grosz, Zille, Ernst und Dix ins kurze, heftige, obszöne Leben der Roaring Twenties.
Etwas rat- und führungslos sucht man die analytische Distanz, das psychologische Seziermesser, Vergleiche, Zuordnungen der tänzerischen Qualität und des Stellenwerts etwa ihrer mit Helene Grimm entwickelten Tanzschrift. Natürlich: Fischer ist kein Tanzwissenschaftler, sondern den Schönen, Verruchten, Nackten, jung Gestorbenen schlicht verfallen. «Inkarnation des Perversen», nannte sie der Filmkritiker Hans Feld. Seine als Nachwort gedruckte Analyse ihrer Selbstzerstörung sitzt. Zusammenhänge müssen wir selber knüpfen: zu Jaques-Dalcroze, wo Anita als Kind Kurse nahm, zu Leni Riefenstahl, die sie heftig beneidete, zu Valeska Gert, die auch bei Moissi und Sacchetto lernte ...
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Nigel Charnock’s three year contract with the Helsinki City Theater Dance Company is over and another man has stepped in to lead the group of ten top dancers. The new director, for two years as of January 2006, is one of the dancers: Ville Sormunen. Previously Charnock‘s choreographic assistant and administrative hand, Sormunen already had experience of sitting...
Bin ich eine Person? Vielleicht bin ich deren zwei, vielleicht keine. Fragt Richard Siegal, robbt und reibt sich. Und je intensiver er sich an sich selber reibt, umso mehr soll ihn das wohl vor den Blicken der Zuschauer schützen. «Stranger/ Stranger Report» wäre nicht mehr als eine weitere dieser Brainstorming-Performances mit Kapuze, Motorradhelm und Monitoren,...
Ina Christel Johannessen’s new ballet “I Have a Secret to Tell You (Please) Leave With Me” turns the world upside down, not once but several times during its duration; a full 90 minutes without intermission. The first thing that catches my attention is the emptiness; the white paper screen surrounding the stage on two sides in combination with a white floor...
