Teresa Rotemberg: «Solutions Last Count Down»

Zürich

Tanz - Logo

«Mich faszinieren diese Stimmungsaus- und -umbrüche beim Aufeinandertreffen von Menschen», sagt Teresa Rotemberg. «Wie es dann einfach ‹klack› macht. Mit diesem Klack ändert sich alles, das Selbst ist nicht mehr wie vorher.» Die 1966 geborene Choreografin, die ihre Kindheit in der argentinischen Militärdiktatur verbrachte, liebt es, dieses Aufeinandertreffen in tragikomischen Grausamkeiten zu überhöhen.

1999 gründete sie mit Heinze Baumann (Technik), Andrea Mutz (Ausstattung) und der Schlagzeugerin Tanja Müller (Komposition/Ton) in Zürich ihre Company Mafalda und hat nun nach «Incidents – frei nach Charms» 2004 und «Transformations» 2005 ihre Koproduktionstrilogie mit dem Leipziger Lofft komplettiert.

In «Solutions – Last Count-Down» sind es rhythmische Bilder, die sich, immer mit Spritzern von Selbstironie, gegen Ende beklemmend verdichten. Mit präzisem Tanz, in Feinabstimmung von Bewegung, Musik und Texten von Tomasz Man, zeigt Teresa Rotemberg, wie sich nach Schicksalsschlägen der Spielraum der Figuren auf einen ultimativen Punkt verkleinert: Er-Lösung Selbstmord. Der polnische Autor beschreibt die Entwicklung von fünf normal im Leben stehenden Leuten zu diesem letzten Ausweg, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2006
Rubrik: Der Kalender, Seite 47
von Stefanie Möller

Vergriffen
Weitere Beiträge
Rettet den Striptease

Wenn Universitätsprofessoren sich für eine Kunstform interessieren, ist das ein Zeichen dafür, dass sie ziemlich tot ist. Wenn eine Form der Unterhaltungsindus­trie im Sterben liegt, dann hat sie eine Notrufnummer: Call an artist! Gleich im Sechserpack. Rettet den Striptease! Die Kunst hat auch sonst schon stillgelegten Fabrikhallen und Kirchen neues Leben...

Letter from Tokyo

Tokyo is a big, buzzing, chaotic city; the epitome of the metropolis, the stylized “mega city.” I am gradually coming to realize that this stylization is Tokyo’s subtext, but where does it come from? I would describe it as the result of a process of alienation leading to liberation from redundancy and the strait-jacket of “reality.” As an observer, I am no longer...

Carolyn Carlson: «If to Leave is to Remember»

Carolyn Carlson: Entschuldigen Sie die Verspätung, ich war gerade so richtig mitgerissen von meinem Improvisationskurs. Das Thema war «blind sein». Was da zwischen den Tänzern abging, war unglaublich spannend.

Ich wollte Sie genau danach fragen, denn Sie haben oft zu Jazz mit Joachim Kühn improvisiert. Was bedeutet Ihnen Improvisation heute? Sie ist noch immer die...