And the winners are ...
Die Kompanie des Jahres
sind zwei: Les Ballets C. de la B. oder ausbuchstabiert: Les Ballets Contemporains de la Belgique und Rosas, die belgische Truppe von Anne Teresa de Keersmaeker. Verbunden hat sie der Ballets C. de la B.-Gründer Alain Platel in seinem neuen von Rosas produzierten Duo «Nine Finger» über afrikanische Kindersoldaten (ballet-tanz 3/07) mit Benjamin Verdonck und Fumiyo Ikeda. Dazu punktet er mit seiner eigenen Tournee von «vsprs» (ballet-tanz 4/06).
Platels Interesse an Religion, das seine Beschäftigung mit Monteverdis Marienvesper prägt, wie sein Appell, die Kinder auf den Kriegsschauplätzen unserer Erde nicht zu vergessen, hat Kritiker wie Zuschauer berührt und wachgerüttelt.
The Forsythe Company, sechsmaliger Gewinner dieser Umfrage, rutscht hinter die Belgier auf Platz drei.
Die Tänzerinnen des Jahres
sind Natalia Osipova und Polina Semionova. Noch immer ist Moskau eine Kaderschmiede des Balletts und das wieder erstarkte Bolshoi eine der besten Kompanien der Welt. Das spornt an, und deshalb ist die Konkurrenz groß. Polina Semionova konnte vor fünf Jahren noch von Vladimir Malakhov ans Staatsballett Berlin verpflichtet werden, wo sie eine beispielhafte Karriere ...
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Werner Herzog erzählt in seinem Dokumentarfilm «Mein liebster Feind» über Klaus Kinski von seiner ersten Begegnung mit dem Schauspieler. Sie legte die Lunte für eine Hassliebe, bis dass der Tod Kinskis 1991 sie schied. Herzog rekapituliert die Szene, die in ihm lange Zeit den stärksten Eindruck hinterließ: Es war das gleichzeitig unschuldige wie ungläubige Erwachen...
In dieser Spielzeit zeigte die Erste Solistin des Balletts Karlsruhe wieder eine neue Facette ihres unerhört reichen schauspielerischen Könnens. Terence Kohler ließ sie in seiner Neufassung von Marius Petipas «La Bayadère» nicht die Titelrolle der Tempeltänzerin tanzen, sondern ihre so schöne wie verdorbene Gegenspielerin Gamsatti. Von Chalendards tänzerischem...
