«ARTISTWIN» Deufert + Plischke

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Sie könnten ohne Weiteres machen, was andere ihresgleichen tun. Thomas Plischke wurde
Ende der 90er als choreografisches Jungtalent gefeiert. Und Kattrin Deufert wäre prädestiniert für eine akademische Karriere als Theaterwissenschaftlerin. Als die beiden zusammentrafen, verbanden sie ihren Hang zur Verausgabung und durchliefen einen schwierigen Prozess, an dessen Ende das Jungtalent und die Akademikerin das Moratorium ihrer bisherigen Repräsentationen einleiteten.

Ihre gemeinsamen Arbeiten hatten nichts von jener Anpassungsbereitschaft, die in der Kunst so geschätzt wird: wenn Künstler und Theoretiker ihnen umgehängte Rahmen virtuos zu füllen verstehen. Leisen Schritts verließen Deufert und Plischke den Kunstkindergarten, behielten aber die Strumpfhosen an. Die Welt und das Darinfremdsein, das Eigene und die Träume von der eigenen Fragwürdigkeit begannen in den beiden Künstlern zu reagieren und sehr persönliche Bilder zu erzeugen. Sie arbeiteten als frankfurter küche an einem Beobachtungsprogramm, das sie durch das jeweilige Gegenüber auf ihre Umgebung blicken ließ. Die frankfurter küche übersiedelte aus dem befremdlichen Frankfurt/Main nach Leipzig. Deufert und Plischke ...

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Tanz Jahrbuch 2007
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 112
von Helmut Ploebst

Vergriffen
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