Jeremy Wade

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Jeremy Wade ist der heißeste Newcomer der Berliner Tanzszene. Der New Yorker Bessie-Award-Gewinner zog im letzten Sommer in die deutsche Hauptstadt und war bald in aller Munde. In seinem Solo «Feed», das in der Berliner tanzfabrik uraufgeführt wurde, erwies Wade sich als begnadeter Performer. Zu sehen war ein Körper, der von Triebregungen durchpulst wird – und sich in einem schmerzhaften Mangel verzehrt.
Es geht um Hunger und um ein sexuelles Verlangen, das nie gestillt werden kann.

Mit seinen physiognomischen Verzerrungen und fragmentierten Bewegungen mutet das Solo streckenweise wie ein durchgeknallter Live-Comic-Strip an. Articulating disorientation – so nennt Wade seinen Ansatz. Das ist seine Antwort auf einen Kunsttanz, der sich in Virtuosität und Spektakel erschöpft. Nicht die perfekte Körperbeherrschung interessiert Wade. Er konfrontiert die Zuschauer mit einem Körper, der zittert, schwankt, strauchelt, stürzt oder kriecht. Wut und Frustration, Angst und Scham: Seine Stücke kreisen um extreme Erfahrungen.
Dabei rettet sich Jeremy Wade oft in einen aberwitzigen Humor. Auch seine Vergangenheit als exzessiver Clubtänzer schimmert immer wieder durch und verleiht seinen ...

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Tanz Jahrbuch 2007
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 126
von Sandra Luzina

Vergriffen
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