Alistair Spalding
Der Mann hat Visionen. Und schlau ist er auch. Aber sein Haus, das Sadler’s Wells, liegt in Islington und damit abseits vom West End, der Londoner Vergnügungsmeile. Ein Haus mit 1500 Plätzen und dies (fast) ausschließlich für Tanz. Viel Subvention kriegt das Theater nicht. Sadler’s Wells hat ein Budget von 14 Millionen Pfund – der Arts Council of England zahlt für die Spielzeit 2005/06 bloß 1,95 Millionen. Trotzdem hat Alistair Spalding, der künstlerische und kaufmännische Leiter des Hauses, angefangen zu koproduzieren.
Mehr noch: Er hat das Haus, das zuvor Gastspielstätte war, mehreren Kompanien geöffnet, auf dass nun in Islington geprobt werde. «Fantastisch», strahlte er kürzlich, «ich gehe durchs Haus, und in einem Studio sind die Endproben der Ballet Boyz, im zweiten arbeiten Sidi Larbi Cherkaoui und Akram Khan an ihrem Duett, auf dem Weg begegne ich Matthew Bourne – nur Wayne McGregor habe ich heute noch nicht gesehen.» Wayne McGregor und seine Random Dance Company haben schon seit einiger Zeit eine Residenz bei Sadler’s Wells. Ebenfalls dabi: Jonzi D, der das Sadler’s Wells HipHop-Festival programmiert. Weil das Haus untersubventioniert ist, müssen Produktionen her, die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Irene Mann ist schon neun Jahre tot. Bill Milié, gleicher Jahrgang, 1929, starb zuvor an den Folgen von Aids. Jimmie James, Co-Leiter des Theaters in Cronenberg, choreografiert zwischendrin Pferdeshows – zum großen Erstaunen derjenigen, die ihn von früher kennen. Was die drei eint: Sie choreografierten selten oder gar nicht für die Bühne, sondern hauptsächlich für...
Sie ist eine Power-Tänzerin wie man sie eher aus modernen Kompanien kennt und das ganze Glück der Düsseldorf-Duisburger Tanzfreunde: Katarina Svetlova hat das Ballett der Deutschen Oper am Rhein wachgeküsst. Die Amerikanerin hat alles, was eine Spitzenballerina ausmacht: Technik, Ausstrahlung, Darstellungskraft, Wandlungsfähigkeit. Ob virtuoses Weib, kämpferische...
Eine junge Frau geht die Straße entlang. Eigentlich tänzelt sie fast. In den Händen hält sie einen Vorschlaghammer. Die Kamera zeigt die Frau auf dem Gehweg, rechts von ihr am Straßenrand die lange Reihe geparkter Autos. Im Gehen holt sie immer wieder aus. Scheiben splittern – Pipilotti Rist inszenierte so einen wahren Scherbentanz. Noch Performance, schon...
