Alexandre Prokofjev und Walter Nicks
Alexandre Prokofjev
«Er hat mir das Leben als Tänzer gegeben!», sagen seine Schüler. Sein Fanatismus als Lehrer war einzigartig. Und: einmal Prokofjev-Schüler, immer Prokofjev-Schüler! Viele flogen noch als Stars aus den internationalen Ballettmetropolen zu ihm nach Moskau oder München, um sich Korrekturen zu holen, weil nur sie garantierten, dass «alles klappt». Er selbst glaubte an die Schönheit eines Michelangelo oder Rodin, und das klassische Ballett war ihm, als belebte Skulptur, die höchste Kunst.
Damit seine Tänzer das schöne Bild realisierten, pflegte er zu sagen: «Die Augen müssen tanzen!». Dann sehe er, dass sie, über die Koordination aller Körperteile hinaus, an der Ausstrahlung von Intelligenz und Charme arbeiteten. Ausgebildet an der Ballettschule des Bolshoi Theaters, tanzte Prokofjev fünf Jahre als Solist in Novosibirsk, dann beendeten Verletzungen seine Karriere. Wieder in Moskau, studierte er von 1966 bis 1969 am Institut für Pädagogik und Choreografie, war zwanzig Jahre lang Lehrer am Bolshoi-Ballett und internationaler Gastdozent. Er gründete 1989 die erste Privatkompanie der Sowjetunion, die bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1993 als einzige ihr Programm sowohl im ...
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Tanz August/September 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 67
von Karl-Peter Fürst, Hartmut Regitz
Die Iceland Dance Company ist die einzige professionelle Tanzkompanie der Insel und sehr aktiv. Unter der Direktion von Katrín Hall hat sich das klassische Ballettensemble in ein modernes Tanztheater verwandelt, das sich zunehmend Achtung und Publikum verschafft. Hall, früher Tänzerin bei Jochen Ulrich in Köln, hat den Ehrgeiz, ID international bekannt zu machen....
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Amerikanische Choreografie» gab es im Bolshoi-Theater Moskau die Uraufführung des Balletts «Misericordes» von Christopher Wheeldon zur Musik der 3. Sinfonie von Arvo Pärt. Wheeldons Stück bildete den Mittelteil eines Triptychons mit der «Serenade» George Balanchines und dem Meisterwerk von Twyla Tharp, «In the Upper Room». Aber...
Meret Schlegel arbeitet neuerdings auf einer Kommandobrücke. Unten die Seminarräume der freien Züricher Tanzszene, oben neu: ein gewaltiges, elf Meter hohes Gewölbe, stützenfrei, 400 qm Probensaal in Bühnengröße, darüber der charmant alte, wieder freigelegte Betondachstuhl von 1908. Man erkennt das Zürcher Tanzhaus Wasserwerk nicht wieder, die ehemalige...
