Thierry De Mey
Thierry De Mey, ist Ihr arte-Film «Ma mère l'oye» wirklich so neu? Ursprünglich handelt es sich um eine Auftragsarbeit der Opéra de Rouen, die zu einer Ravel-Aufführung des Orchesters auf drei Leinwände projiziert werden sollte. Zu diesem Zweck bat ich damals eine Reihe von Tänzer-Choreografen wie Anne Teresa De Keersmaeker oder Michèle Anne De Mey in den Wald, damit sie Märchencharaktere improvisieren. Das Ganze hat solchen Spaß gemacht, dass ich immer wieder Freunde eingeladen habe, dort mit mir zu arbeiten. Gut ein Jahr lang machte ich das, alle Jahreszeiten über.
Die Szene mit Cherkaoui und Jalet entstand Heiligabend, es war bitterkalt. Am Ende entwickelte ich aus dem Material eine Installation, die ich «Deep In The Wood» nannte. In ihr fanden sich Bilder wieder, die schon im Ravel verwendet wurden.
Ravels «Ma mère l'oye» ist am 17. April in einer TV-Version zu sehen. In den beiden Sonntagen davor zeigt arte in Ihrer Verfilmung die Keersmaeker-Choreografie «Counter Phrases». Ein Thierry-De-Mey-Monat sozusagen. Ich weiß nicht, ob dahinter eine Absicht steckt. «Counter Phrases» ließ sich gut in zwei 26-Minuten-Hälften teilen. «Ma mère l'oye» dauert in meiner Version ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
In Monaco wurden die Nijinsky-Preise verliehen. Gewonnen haben sie die Tänzer Alina Cojocaru vom Royal Ballet und Nicolas Le Riche vom Pariser Opernballett, als bestes Stück wurde «Decreation» von William Forsythe ausgezeichnet, bester aufstrebender Nachwuchschoreograf ist der in Amerika lebende Chinese Shen Wei. Pina Bausch erhielt die Auszeichnung als beste...
«Beim grand plié kommt die Wahrheit zu Tage.» Tanzdozentin Susanne Schubert korrigiert einzeln die fünf Schüler im Ballettunterricht für Fortgeschrittene. Zum schwungvollen Walzertakt übt sie mit ihnen Pirouetten, Schritt- und Sprungkombinationen aus dem Allegro, die Balletteleven alle Ehre machen würden. Doch der Traum der jungen Leute, die hier vor den Spiegeln...
«Es war einmal ...» wird man in Hannover bald sagen und nicht nur das gleichnamige Ballett von Stephan Thoss meinen, das sich seit seiner Premiere wachsender Beliebtheit erfreut. Konfrontiert mit einem Intendanten, der künftig eher den Rückschritt sucht, zieht er aus freien Stücken den Kürzeren – und kündigt zum Ende der nächsten Spielzeit. Des designierten...
