Das Wunder von Köln
«Oh Gott, oh Gott, das ist aber schade. Und nicht gut für das Image des Ruhrgebiets.» So reagierte NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff auf die kurzfristige Absage der Stadt Bochum an die Loveparade. Eine Woche später, gefragt, ob er die Loveparade nicht nach Düsseldorf holen wolle, wehrte der CDU-Politiker heftig ab: Die Hinterlassenschaften der Raver stünden denen des Rosenmontagszugs in Köln in nichts nach. Der Tanz der Massen ist nicht so sein Ding.
Dafür will er eine Million Euro mehr für das Tanzland NRW ausgeben, heißt: Der Tanzetat steigt auf 3,6 Millionen Euro.
Davon erhalten die städtischen Ensembles in NRW etwa sechs Prozent mehr, um Personalkosten aufzufangen. Am meisten freut sich die Freie Szene. «Revolution im Kulturhaushalt» nennt Grosse-Brockhoff seine Förderung. Von einer Jury ausgewählte Choreografen und Gruppen erhalten über einen Zeitraum von drei Jahren Projektzuschüsse von bis zu 65 000 Euro pro Jahr – für Gastspiele ins Ausland gibt’s zusätzliche 100 000 Euro. Dazu soll eine neue Marketing-Agentur, Dance Artists Service, den Tanz made in NRW verticken. Grosse-Brockhoff sieht in ihnen lauter tanzende Kulturbotschafter. Die Agentur, mit ...
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