Der Ballettdirigent André Presser

im Gespräch mit Eva-Elisabeth Fischer über die Unveränderlichkeit der Ballett-Musik und die zweite Geige, die sie angeblich spielt

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Der holländische Ballettdirigent André Presser ist zwar seit 2001 verrentet, aber er dirigiert nach wie vor etwa zwanzig Ballettabende im Jahr. Im März kommenden Jahres wird er «La Sylphide» in Hamburg anführen. Auch in Karlsruhe ist er zu Gast. München, wo er lange Jahre den Stab an der Staatsoper hob, wenn Ballett auf dem Programm war, steht auf seinem Wunschzettel. Und obgleich er seinen Ruhestand genießt, kratze es ihn nach zwei Monaten Pause, dann müsse er die Tänzer wieder sehen.

Mit fünfzig Jahren Berufserfahrung und 120, 130 Dirigaten pro Jahr in seiner ganz aktiven Zeit ist er sicher einer der kompetentesten Ballettdirigenten, um Eva-Elisabeth Fischer über sein Metier Auskunft zu geben.

 

Warum hat der Ballettdirigent in der westlichen Welt ein derart schlechtes Ansehen? 

Ist das wirklich so? Vielleicht war das einmal so. Ich glaube nicht, dass das heute noch so ist. Als ich vor fast fünfzig Jahren angefangen habe, Ballett zu dirigieren, waren die Orchester nicht so begeistert, Ballettmusik zu spielen. Das hat sich geändert. Es gibt jetzt sehr viele große Opernhäuser, die mit Ballett höhere Einnahmen erzielen als mit Oper. Das haben auch die Orchester verstanden.

 

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