Zuckerfreie Süße

Strauss: Der Rosenkavalier LÜBECK | THEATER

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Wie sich die Bilder gleichen. Wenn sich im Jugendstiljuwel des Lübecker Theaters Karola Sophia Schmid als Sophie und Frederike Schulten als Octavian mit einer nachgerade huldvollen Verbeugung jenem aromatisch aphrodisierenden Gewächs (und damit erstmals auch einander) zuwenden, scheint in der Neuinszenierung jene ikonisch gewordene Rosenüberreichung erneut auf, die einst Lucia Popp und Brigitte Fassbaender in der Regie von Otto Schenk an den Staatsopern von München und Wien ausprägten. Alte Szenenfotos künden von jenem magischen Moment.

Der österreichische Schauspieler, Regisseur und Autor Michael Wallner erweist der Interpretationsgeschichte des Werks so seine Referenz, er bekennt sich zu Ort und Zeit des Stücks, wie sie von Hofmannsthal und Strauss intendiert waren. Wir befinden uns im spätbarocken Wien der ersten Regierungsjahre Maria Theresias. Verstaubt historisierend oder kitschig ästhetisierend geht es in den Bühnenbildern von Stefan Rieckhoff und den Kostümen von Tanja Liebermann freilich nie zu. Wien-Projektionen von hochadeligen Palais, Prunkräumen, vornehmen Häuserfluchten im ersten Bezirk, vom Stephansdom und vom Vergnügungsviertel des Praters geben dem ...

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Opernwelt Dezember 2025
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Peter Krause

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