Uns kriegt nichts unter!

Humperdinck: Hänsel und Gretel an der Komischen Oper Berlin

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Die größte Herausforderung, die es für Hänsel und Gretel in Engelbert Humperdincks Oper zu bewältigen gilt, ist nicht die böse Frau aus dem Wald, sondern überhaupt die Not des Lebens: Hunger, Armut, Verlassenheit. Erst im letzten Drittel des Stücks taucht die Knusperhexe auf, die in der Vorlage der Brüder Grimm noch Drehpunkt des Märchens ist. Bei Humperdinck und seiner textdichtenden Schwester Adelheid Wette ist die Hexe dagegen ein eher komisch als wirklich bedrohlich anmutender Fluchtpunkt der Handlung.

Viel eindrücklicher ist, wie die Figuren zuvor den Zumutungen des Lebens ausgesetzt sind und wie sie sie meist spielerisch bewältigen: mit Durchhaltevermögen, mit Humor, mit der Kraft der Phantasie und mit Gottvertrauen. «Hänsel und Gretel», so könnte man heute sagen, ist die große Oper der Resilienz: Hier werden Bewältigungsstrategien vorgeführt, von denen uns manche abhanden gekommen sind.

Dagmar Manzel, Schauspielerin, Sängerin und neuerdings auch Regisseurin, bringt das an der Komischen Oper Berlin nun anrührend auf die Bühne. Mit dem Kindermusical «Pippi Langstrumpf» auf Musik Franz Wittenbrinks hatte die Lieblingsdarstellerin Barrie Koskys vor zwei Jahren einen umjubelten ...

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Opernwelt März 2025
Rubrik: Panorama, Seite 45
von Clemens Haustein

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