Skandale, Stillstand, Aufbruch
Viel Freude kommt nicht auf, wenn man die vergangene Saison der Moskauer Musiktheater Revue passieren lässt. Vor allem deren Flaggschiff, das Bolschoi Theater, machte mehr mit Skandalen als mit spektakulären Aufführungen auf sich aufmerksam. Das Säure-Attentat auf Ballettdirektor Sergei Filin, das der Solotänzer Pavel Dmitritchenko in Auftrag gegeben haben soll, weil seine Lebensgefährtin Angelina Woronzowa nicht die Schwanenkönigin tanzen durfte – offenbar angestiftet von Woronzowas Lehrer Nikolai Ziskaridse.
Die Entlassung Nikolai Ziskaridses, der Unterschriften gegen Intendant Anatoli Iksanow gesammelt hatte. Schließlich der Fall der Primaballerina und Putin-Sympathisantin Swetlana Sacharowa, die sich nicht damit abfinden wollte, dass eine andere (Olga Smirnowa) die Partie der Tatjana in der russischen Erstaufführung von John Crankos «Onegin»-Ballett übernehmen sollte. Insider vermuten, dass der Rauswurf von Bolschoi-Chef Iksanow auch auf ihr Konto geht. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine gekränkte Tänzerin mit guten Verbindungen nach ganz oben es geschafft hätte, einen Intendanten zu entthronen – man denke an die Ballerina Matilda Kschessinskaja, eine Geliebte Nikolais II., ...
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Opernwelt September/Oktober 2013
Rubrik: Magazin, Seite 100
von Alexej Parin
«Lulu» ausstaffiert oder amputiert? In der komplettierten, der Dreiakt-Version – oder als Fragment? Wollte Alban Berg diese Oper womöglich nicht vollenden? Hatte er etwa eingesehen, dass schon Wedekinds Doppeltragödie nach Doktor Schöns Tod problematisch war? Im Jahr 1962, als die nun auf DVD vorliegende legendäre Produktion unter Karl Böhm anlässlich der Wiener...
54. Jahrgang, Nr 9/10
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752259
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61, 10719 Berlin
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 14.08.2013
Redaktion:
Stephan Mösch (V. i. S. d. P.)
Albrecht...
Welch ein Finale! Ein berückendes Streicherflirren, ein opalisierendes Flimmern, ein Farbenfunkeln im verschwebenden Pianissimo, unterwegs ins Wesenlose. Lautenklang mischt sich drein, Schalmeienton, Oboenkringel, vor allem aber die altertümlich, ja, fast exotisch wirkende Viola pomposa. Und: Frauenstimmen von fern. Ein immerzu changierendes Band der Tonpoesie....
