Sieben Fragen an Wolfgang Katschner
Wann haben Sie zuletzt in der Oper geweint?
Gar nicht, höchstens bei kurzfristigen Umbesetzungen.
Wo würden Sie ein Opernhaus bauen?
Oper geht überall.
Ihr Geheimrezept fürs Überleben während der Proben?
Heimlich E-Mails und sonstige Textnachrichten schreiben.
Welche Oper halten Sie für überschätzt?
Keine. Das ist immer eine Frage der Interpretation.
Welche Oper halten Sie für unterschätzt?
Jede, an der ich gerade arbeite.
Woran arbeiten Sie gerade?
«Musical Belongings», gemeinsam mit indischen Musikerinnen im Berliner Humboldt-Forum.
Ihre Lieblingsoper von van Beethoven?
Die sechste Symphonie («Pastorale»).
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Opernwelt Juni 2023
Rubrik: Magazin, Seite 79
von
Erlösung dem Erlöser», auch das hätten die letzten Worte sein können, herabwehend aus irgendeiner Beleuchterbrücke des Nürnberger Opernhauses. Nun beschließt aber «Corriam tutti a festeggiar» die Amtszeit von Joana Mallwitz. «Le nozze di Figaro» also statt «Parsifal», der den großen Corona-Verschiebungen des fränkischen Spielplans zum Opfer gefallen ist. Genau...
Von diesem Bühnenwerk bekam wohl jeder Musikmensch in der damaligen DDR etwas mit. Frank Schneider, ehemaliger Intendant des Berliner Konzerthauses, bezeichnete es erst vor einigen Monaten rückblickend als wichtige Wegmarke der Geschichte politischen Musiktheaters im deutschsprachigen Raum – und empfahl das Werk jungen Menschen als hervorragenden Einstieg in die...
Es war eine der Sternstunden der Intendanten-Ära des kürzlich verstorbenen Kurt Horres an der Rheinoper, damals, 1986, als der junge Günter Krämer Erich Wolfgang Korngolds «Tote Stadt» mit Verweisen auf Hitchcocks «Vertigo» als Psychodrama unheilbarer Traumatisierungen aufschlüsselte. Horres läutete damit einen ästhetischen Paradigmenwechsel ein, der an dem bis...
