Quereinsteiger
Zwei Jahre ist es her, dass Salvatore Licitra in einem Gespräch mit der Berliner «B.Z.» auf seine Leidenschaft für Motorräder angesprochen und gefragt wurde, ob er keine Angst vor einem Unfall habe. «Schon, aber was passieren soll», erwiderte er, «passiert. Ich genieße mein Leben.» Am 27. August erlitt er in der Nähe von Ragusa während einer Fahrt mit einem Motorroller einen Gehirnschlag und fuhr gegen eine Mauer. Er trug keinen Helm. Am 5. September erlag er seinen schweren Verletzungen.
Häuser wie die Mailänder Scala und die Metropolitan Opera verloren mit Licitra, nach den Worten von Peter Gelb, «eines der größten Tenor-Naturtalente seiner Generation».
Ein doppeldeutiges Lob. Mit ihm wird der Tadel, dass Licitra nicht zu den feinsten Stilisten zählte, höflich ausgespart. Der aus Bern gebürtige Italiener (10. August 1968) arbeitete zunächst als Grafiker, bevor er in Parma mit dem Gesangsstudium begann. Es dauerte mehr als sechs Jahre, bis er merkte, dass seine Lehrerin im Begriff war, seine Stimme zu ruinieren. Er wechselte an die Akademie von Carlo Bergonzi in Busseto. Die Unterrichtsstunden bezahlte er mit den Gagen, die er für kleine Rollen, die Bergonzi vermittelte, erhielt. ...
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Opernwelt November 2011
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Jürgen Kesting
Mehr und mehr gehen die großen Opernhäuser dazu über, ausgewählte Neuinszenierungen durch Symposien zu vertiefen. Solche Begegnungen zwischen Wissenschaft und Praxis sind nützlich, auch wenn sie oft nur geringes Publikumsinteresse finden. Ob freilich die dort präsentierten Referate hinterher auch in Buchform dokumentiert werden müssen, darf angesichts dreier...
ARTE
2./8./14.11. – 6.00 Uhr
Valeriy Sokolov spielt Bartók.
Film von Bruno Monsaingeon. Mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman.
4./10.11. – 6.00 Uhr
Pierre-Laurent Aimard
spielt Liszt. Klavier-Festival Ruhr 2011.
6.11. – 11.05 Uhr
16.11. – 6.05 Uhr
22./28.11. – 6.00 Uhr
Prokofjew – Das unvollendete Tagebuch.
Dokumentation von Yosif Feyginberg.
6.11. – 19.15 Uhr
...
Er war Lieblingsschüler und Freund Franz Liszts und ein zu seiner Zeit in mehreren Genres erfolgreicher Komponist; heute ist er aus dem Opern- und Konzert-Repertoire vollständig verschwunden: Anton Urspruch (1850-1907), dessen Werk man mit dem Etikett «spätromantisch» nicht ganz gerecht wird. Seine komische Oper «Das Unmöglichste von Allem», 1897 unter Felix Mottls...
