Pluderhosen
Während Wien im Dezember oft in diffuses, schattenloses Grau getaucht scheint, das so manchen in Schwermut stürzt; während die meisten Menschen zu Advent, der vermeintlich stillsten Zeit des Jahres, der Depression mit unbarmherziger Betriebsamkeit beizukommen suchen, schenkt die Wiener Staatsoper zumindest den Opernfundis das Glückshormon Serotonin: Endlich ein «Falstaff», wie er ihrer Meinung nach sein soll, retro, «werkgetreu» angesiedelt in der Zeit Shakespeares und von Elisabeth I.
– etwas «für’s Publikum und nicht für die Kritiker», wie ein Blogger mit hämischer Genugtuung bemerkte. Wobei die Frage erlaubt sein darf, wie werkgetreu elisabethanisch denn nun Verdis «Falstaff»-Partitur ist.
Auf jeden Fall waren Regisseur David McVicar und sein Team – Charles Edwards, Bühne; Gabrielle Dalton, Kostüme – zu Diensten, als Dirigent Zubin Mehta darum bat, «einmal eine Produktion im originalen Stil der Falstaff-Zeit aus der Taufe heben» zu dürfen. Also sahen wir in McVicars handwerklich solider, umtriebiger Inszenierung einen Stutzer in den notorischen, Tudor-affinen Pluderhosen, die zu ihrer Zeit nicht nur reichlich Raum für allerlei dem Manne Wesentliches boten, ...
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05.02. – 20.15 Uhr
Semyon Bychkov dirigiert
Dmitri Schostakowitsch, Symphonie Nr. 5, d-moll opus 47
05.02. – 21.00 Uhr
Valerie Gergiev dirigiert
Dmitri Schostakowitsch, Symphonie Nr. 12, d-moll opus 112 «Das Jahr 1917»
12.02. – 11.00 Uhr
Annette Dasch – Die Gretchenfrage
Porträt mit Ausschnitten aus dem Konzert im Münchner Herkulessaal (2011). Münchner...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theateraachen.de
– Il trittico: 1., 5., 8.
– Orphée et Eurydice (semikonzertant): 2., 4.
– Macbeth: 10., 15.
–...
In der entscheidenden Szene schweigt das Orchester. Die Pariser Abendgesellschaft auf der Bühne wird von einem Pianisten unterhalten, der sich als Nachfolger Chopins versteht und in der Tat etwas Nocturne-artiges auf die Tasten zaubert – langsam, elegisch in H-Dur beginnend, dann vollgriffig virtuos ausholend. Wie sich später herausstellt, soll er ein Spion...
