Personalien, Meldungen 2/25
JUBILARE
Heinz Zednik, der am 21. Februar 1940 in Wien geboren wurde, war einer der führenden Charaktertenöre des 20. Jahrhunderts. Nach einem Gesangsstudium am Konservatorium seiner Heimatstadt erhielt er sein erstes Engagement 1964 am Opernhaus Graz. Schon ein Jahr später wechselte er an die Wiener Staatsoper, wo er 1980 zum Kammersänger und 1994 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Gastspiele führten den Tenor an nahe -zu alle großen Opernhäuser der Welt. Von 1970 bis 1980 trat Zednik jährlich bei den Bayreuther Festspielen auf.
Im sogenannten «Jahrhundertring» verkörperte er Loge in «Rheingold» und Mime in «Siegfried». Ab 1980 gastierte er bei den Salzburger Oster- und Sommerfestspielen. Zedniks Repertoire umfasste rund 100 Opernpartien, darüberhinaus feierte er Erfolge als Konzert- und Oratoriensänger. Heinz Zednik trat auch als Regisseur hervor: An der Volksoper Wien inszenierte er Strauss’ «Fledermaus». 2021 erhielt er den Österreichischen Musiktheaterpreis für sein Lebenswerk. Zum 85. Geburtstag gratulieren wir herzlich.
In Berlin zur Welt gekommen, studierte die Sopranistin Helga Thiede Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler. 1967 wurde sie ans Mecklenburgische ...
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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Service, Seite 56
von
Naturgemäß sah man bei einigen während der Aufführung und in der Pause Naserümpfen. Klar, Jan Philipp Glogers Neuinszenierung des operettigen Kultstücks ist eigenwillig, wobei er es bei ein paar Spitzen gegen das Genre belässt und vor allem das Problem «Übertourismus» im Blick hat. Da wird einem dann auch mal eine treffende Passage von Hans Magnus Enzensberger um...
Ja klar, denkt man, typisch Marthaler. Da sitzen zwei Herren am Tisch, der jüngere braucht Geld. Ihm fehlen noch 7000 Schillinge. Der ältere will sie ihm sogar schenken, aber nur unter einer Bedingung: drei Kniebeugen, mit vorgestreckten Armen, langsam, tief und vollständig ausgeführt – eine Marthaler-Szene, wie wir sie kennen und lieben. Nur dass sie hier gar...
Ein ganzes Opernhaus zu schultern, das wäre dann wohl der nächste Schritt. Vielleicht, wenn der Kehlkopf nicht mehr richtig will. Oder der Startenor keine Lust auf das hat, was sich im Karriereherbst alles anbietet – Herodes, Aegisth, der Kaiser in «Turandot», irgendetwas in der Art. «Ein kleines Hineinschnuppern in das Genre», nannte Jonas Kaufmann sein zweites...
