Nur ein Weltenbrändchen

Benedikt von Peter und Jonathan Nott bringen ihr «Ring»-Projekt mit «Siegfried» und «Götterdämmerung» am Theater Basel zu einem wenig glücklichen Ende

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Da sitzen sie also, die beiden Alten, am Ende der «Götterdämmerung», jeweils an den Stirnseiten der langen Tafel, einem Kernrequisit des neuen Basler «Rings». Zwischen ihnen nur der verfluchte Reif. So nicht alles täuscht, hat die Regie jenen letzten Ausruf in der Tetralogie «Zurück vom Ring» zuvor nicht Hagen, sondern Wotan singen lassen. Will heißen: Keiner hat etwas dazu gelernt, das versöhnliche Des-Dur-Hoffnungsmotiv aus dem Orchestergraben stößt auf tiefen szenischen Pessimismus seitens der Interpreten.

Die in der Spielzeit zuvor begonnene, nun binnen zweier Wochenenden zu Ende geschmiedete neue Basler Tetralogie ist ihrem Ansatz treu geblieben. Schon nach «Rheingold» und «Walküre» war klar, dass der Hausherr und Regisseur Benedikt von Peter und Co-Regisseurin Caterina Cianfari ihr Konzept darauf anlegten, den Mythos um das Ende der Götter kohärent, handlungsübergreifend und insbesondere von seinem Ende her zu erzählen – aus der Perspektive von Brünnhilde, der unehelichen Lieblingstochter von Chefgott Wotan. An Zäsuren im Handlungsgefüge hält das streng hermetische Regiekonzept, leider mit letztlich bescheidenem Erkenntnisgewinn, auch in «Siegfried» und «Götterdämmerung» ...

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Opernwelt November 2024
Rubrik: Im Focus, Seite 24
von Alexander Dick

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