Mit Speck ins Nirwana

Superhelden-Familienoper: Das Theater Bonn hebt Anno Schreiers muntere «Blaue Sau» aus der Taufe

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Die Schurken gurken – genau zur Sau», singt der über verfließende Zeit und deren Stillstand gebietende «Anhalter», musikalisch symbolisiert durch Trompete und Cembalo im Habitus barocker Ariosi. Diese das Stück strukturierende Spielmacher-Figur ist vieles zugleich: Oratorien-Testo, Mentor der zu Superhelden mutierenden vier Schulkinder auf ihrer Heldenreise, Verführer und Bösewicht. Und Anno Schreiers überbordend fantasievoller Librettist Jürgen R.

Weber (der zuletzt in Erfurt mit einem bizarren «Rheingold» auf sich aufmerksam machte) spreizt die Sprachhöhen vom «Boing! – Schwing! – Doing» der nicht ausbleibenden Kämpfe bis zum Goethe-Zitat «Blut ist ein ganz besonderer Saft». An die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer, und geglückt zugleich an die älteren «bis 92», wendet er sich halb altväterisch-balladesk mit dem Refrain: «Ihr habt es sicher oft bestaunt auf Comic-Heft-Gemälden, sodass ihr klärlich nun kapiert, wie wunderschön es sich mutiert zum Superduper-Helden.»

Seinen Einstieg aber gewinnt er durch das Anhalten des Endkampfs um die Blaue Sau mittels eines magischen Rings – und die Geschichte beginnt von vorn. Realität und Fantasy-Welt, Schulhof und «Schwebeland» stehen ...

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Opernwelt Juli 2025
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Klaus Heinrich Kohrs

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