Lichtspiele
Die Akustik. Was ist nicht alles über sie geschrieben, debattiert und disputiert worden. Fast könnte man meinen, die Halle sei wichtiger als das, was in ihr geschieht. Sagen wir es so: Die Akustik eines Raumes, auch die direkte der Elbphilharmonie, ist nur so gut wie das Orchester, das in und mit ihr spielt. Und: wie die Person, die dieses Spiel steuert. Eigentlich sollte Kent Nagano Mahlers Achte dirigieren, umrahmt von einer eigens für diese Aufführung entworfenen «Lichtskulptur» rosalies. Dann wurde er krank.
Eliahu Inbal, der vor Jahrzehnten einmal eine Gesamtaufnahme der Mahler-Symphonien realisierte, sprang ein. Inbal lieferte einen über weite Strecken krachledernen, grobschlächtigen, massiven Mahler. Mit gravierenden Folgen für die Gesangssolisten. Sie standen hinter dem Philharmonischen Staatsorchester, sahen sich gehalten, über den Klangkörper hinweg gleichsam ans andere Ufer zu gelangen. Mitunter waren sie kaum zu hören. Wer den Text nicht ohnehin kannte, verstand kein Wort. Immerhin drei Sängern gelang die gewagte Überbrückung: Sarah Wegener als Magna peccatrix mit stahlhartem, Jacquelyn Wagner als Una poenitentium mit metallisch schimmerndem Sopran, Kartal Karagedik als ...
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Opernwelt Juni 2017
Rubrik: Magazin, Seite 85
von Jürgen Otten
alpha
04.06. – 11:00 Uhr
Valery Gergiev dirigiert Schostakowitsch: 11. Symphonie g-moll op. 103
Im Rahmen der Dmitri Schostakowitsch gewidmeten Retrospektive
04.06. – 21:20 Uhr
Meisterwerke der Klassischen Musik: Igor Strawinsky – Le sacre du printemps
Die audiovisuelle Konzertführer-Reihe gibt Einblicke in die wichtigsten Werke der Musikgeschichte vom Barock bis zur...
Am Premierenabend soll sie triumphiert haben, aber schon in der zweiten Vorstellung musste sich Kathleen Eve Parker, die Ellen der Schweriner Inszenierung, von Sonja Mühleck vertreten lassen. Espen Fegran konnte den Captain Balstrode immerhin noch spielen, aber nicht singen, was für ihn Mark Morouse aus dem Off erledigte. Paul McNamara, der die Titelpartie sang,...
Das Bild Neda Agha-Soltans, die bei einer Demonstration im Juni 2009 in Teheran starb, wurde zur Ikone der «Grünen Revolution». Der aus dem Iran stammende Komponist Nader Mashayekhi machte die von Milizen erschossene Studentin zur Titelgestalt seiner Oper «Neda – der Ruf», die – 2010 am Theater Osnabrück uraufgeführt – nun am Pfalztheater Kaiserslautern ihre...
