Learning by Doing
Der Lärmpegel in der Salzburger Universitätsaula ist hoch. Und er klingt heller als bei einer normalen Premiere. Damit auch die Kleinsten die Bühne sehen, werden Sitzkissen verteilt. Zwei Techniker schrauben noch am Bühnenbild, da legt das Orchester schon mit barocken Tänzen los. Und plötzlich singen die Handwerker mit, der eine nennt sich Franz Flaut, der andere Niklas Zettel. Kennen wir die nicht irgendwoher? Ach ja, Shakespeares «Sommernachtstraum».
Willkommen zur «Feenkönigin» für Kinder! Für die acht Vorstellungen hat Henrik Albrecht ein spritziges Pasticcio mit Motiven aus Purcells «Fairy Queen», «King Arthur» und «Dido» arrangiert. Was Oper ist und wie sie funktioniert, das macht auch Elena Tsavara in ihrer hinreißend fantasievollen Inszenierung sinnlich erfahrbar. Flaut (Oliver Johnston) und Zettel (Unnsteinn Áranson) schütteln Schnee auf die Kulissen, schwenken Wolken, werfen Blitze. Das junge Publikum darf beim Zaubern helfen, am Ende singt sich ein verspätetes Besucherpaar (Mingjie Lei und Albina Latipova) aufgeregt durch die Reihen. Zettel verwandelt sich zum «Cold Song» in einen Esel (Ausstattung: Elisabeth Vogetseder), aus dem Lamento «When I am laid in earth» wird ...
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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Im Focus, Seite 16
von Georg Rudiger
Berlioz, szenisch? Gab es in Moskau lange nicht. Im Bolschoi Theater dirigierte Alexander Vedernikov 2002 «La Damnation de Faust» – konzertant. Überdies fehlten ihm damals, wie er selbst befand, zwei Wochen Probezeit. Der aktuelle Generalmusikdirektor, Tugan Sokhiev, führte im April dieses Jahres in einem Galakonzert Berlioz’ Requiem auf, wobei zwar der Chor des...
Seit 1945 spielt hier allsommerlich die Musik. Auf einem prachtvollen Landsitz, etwa 80 Kilometer nördlich von New York City. Damals luden die Eigentümer des Anwesens, der aus Berlin emigrierte Walter Rosen und seine Frau Lucy Bigelow (die übrigens einen Narren am Theremin gefressen hatte), erstmals zum Festival. Ein Musikzimmer und ein Hof in spanischer Anmutung...
Herr Carreras, war die zweite und letzte Vorstellung von «El Juez» in Wien eigentlich Ihr letzter Auftritt auf der Opernbühne?
Wer sagt das?
Nun, in Ihrem offiziellen Terminkalender tauchen keine Folgeprojekte auf.
Ach, wer weiß. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, etwas in dieser Art zu singen, eine Oper, in deren Entstehung ich von Beginn an einbezogen bin, bei der...
