Kontinuität und Innovation
Ungewöhnliche Spielstätten wie die High Line, Manhattans hippester Parkstreifen, oder Clubs in Brooklyn. Als Hauptbühne die feine, 200 Plätze bietende Theater-Black-Box des Baruch Colleges: In nur fünf Jahren hat sich die Heartbeat Opera zur ehrgeizigsten freien Operntruppe New Yorks entwickelt. Gegründet wurde sie 2014 von dem aus Washington D.C. stammenden Regisseur Ethan Heard – und einer gebürtigen Berlinerin: Louisa Proske.
Mit zwei Millionen Dollar konnte das Heartbeat-Team zuletzt kalkulieren – und seine bemerkenswerten Produktionen in reduzierter Aufmachung auch jungen Besuchern jedweder ethnischer und sozialer Herkunft, für die Oper ein Buch mit sieben Siegeln ist, zugänglich machen.
Das Markenzeichen der Company: Repertoireklassiker im Kammerformat, von Daniel Schlosberg, dem Musikdirektor, für kleines Ensemble bearbeitet. Und nicht zuletzt: die Arbeiten der Regisseurin Louisa Proske. Immer wieder erregte sie mit originellen, zeitgemäßen Ideen zu Stoffen und Figuren Aufsehen – ob bei Donizettis «Lucia di Lammermoor» (2016), Bizets «Carmen» (2017) oder Mozarts «Don Giovanni» (2018). Kürzlich hat Proske zusammen mit Ko-Regisseurin Chloe Treat eine Version von Webers ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Februar 2020
Rubrik: Magazin, Seite 70
von David Shengold
Hanns Eisler, bekannt für seine scharfe Zunge (deretwegen ihn sein geistiger Ziehvater Arnold Schönberg gerne «übers Knie gelegt» hätte), machte in seiner Kritik am reaktionären gesellschaftlichen Verhalten in der Musik auch vor den großen Meistern nicht halt.
Im Gespräch mit Hans Bunge bemerkte er, «dass selbst bei (…) Mozart noch das Klirren der Teetassen und...
Hotels sind Durchgangsstationen. In Ihnen liegen Öffentlichkeit und Intimität, Komödie und Tragödie nur eine Handbreit voneinander entfernt. Wie bilanzierte Vicki Baum am Ende ihres Bestsellerromans «Menschen im Hotel» von 1929 so trefflich: «Glückseligkeiten und Katastrophen wohnen Wand an Wand.»
Was aber ist das Glück, was die Katastrophe für Don Giovanni?...
61. Jahrgang, Nr 2
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752330
REDAKTION OPERNWELT
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de
REDAKTION
Jürgen Otten (V. i. S. d. P.)
Albrecht Thiemann
REDAKTIONSBÜRO
Andrea Kaiser | redaktion...
