Gemalt, nicht geträumt

Wagner: Der fliegende Holländer NÜRNBERG | STAATSTHEATER

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Am Ende gibt es keinen filigranen Pinselstrich mehr, da greift sie flugs zur breiten Borste. Mit fettem Schwarz übertüncht Senta ihr Gemälde, und parallel dazu färbt sich der heruntergelassene Gaze-Vorhang dunkel – auf dass nichts mehr zu sehen ist vom Holländer und der vierstöckigen Hochzeitstorte, vor der Matrosen und Gäste verröcheln, manche voller Blut; eine Frau hat sich die Augen ausgestochen. Senta macht Schluss mit ihrem entgleisenden Traum. Und weil sie in der Inszenierung am Staatstheater Nürnberg Malerin ist, passiert das, ihrer Profession entsprechend, per Farbeimer.

Wagners «Fliegenden Holländer» aus Perspektive der Protagonistin zu erzählen, als Vision oder Imagination, damit erfindet Anika Rutkofsky das Regie-Rad nicht neu. Irgendwo zwischen Harry Kupfers Bayreuther Wurf und Peter Konwitschnys Münchner Longseller liegt ihre Deutung. Mit Letzterem hat sie den Zeiten-Clash gemein: Die Nürnberger Senta lebt im Lateinamerika des 19. Jahrhunderts, geöffnete Lamellentüren geben den Blick frei auf einen Vulkan nebst Palmen. Und mutmaßlich ist sie eine Nachfahrin jener Conquistadores aus dem 16. Jahrhundert, deren schwarzbärtiger «Holländer» von ihr immer wieder auf ...

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Opernwelt Juli 2025
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Markus Thiel

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Spielpläne 7/2025

ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung
 

DEUTSCHLAND

Aachen
Theater Aachen

www.theateraachen.de 
- Verdi, Ernani: 5., 8.

Angermünde/Prenzlau
Uckeroper

www.uckeroper.de 
- Charpentier, David et Jonathas: 4., 6., 12. (Angermünde), 18., 20. (Prenzlau)

Annaberg-Buchholz
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