Geisterspiel

P. Burkhard: Casanova in der Schweiz
BIEL/SOLOTHURN | STADTTHEATER

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Das Ensemble der im Verbund geführten Theater  von Biel und Solothurn war startklar – da schlugen die neuesten behördlichen Anweisungen zum Umgang mit der Pandemie ein. Den Schließbefehl mochte man nicht einfach so hinnehmen. Wenigstens die Premiere sollte über die Bühne gehen, und so kam «Casanova in der Schweiz» von Paul Burkhard als «Geschlossene Vorstellung» vor 30 Zuschauern zur Wiedergeburt. Ja, der Komponist von «Oh mein Papa» hat auch eine Oper geschrieben.

Mitten im Zweiten Weltkrieg, Anfang 1943, wurde sie am Stadttheater Zürich, dem heutigen Opernhaus, aus der Taufe gehoben – mit Erfolg, aber ohne Folgen. Nach einer Salzburger Produktion 1949 geriet das Stück in Vergessenheit. Jetzt ist es von Dieter Kaegi an der von ihm geleiteten Oper hart am Schweizer Röstigraben aus der Versenkung geholt worden – eine Großtat.

In ironischer Grundhaltung und einem ohne Zweifel bewusst hölzernen Opern-Hochdeutsch schildert das Libretto des Drehbuchautors Richard Schweizer eine Reise Casanovas von Zürich nach Genf mit einem amourös angereicherten, in den Quellen aber nicht nachweisbaren Aufenthalt in Solothurn. In der ehemaligen Residenzstadt für die ausländischen Botschafter in der ...

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Opernwelt Dezember 2020
Rubrik: Panorama, Seite 33
von Peter Hagmann

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