Gazellen im Koloraturgebirge

Marina Viotti glänzt mit Arien des italienischen Barock, Lucia Cirillo ragt bei der Neuaufnahme von Vivaldis «Il Bajazet» heraus

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Zu den Stillen im Lande zählt sie ganz gewiss nicht. Marina Viotti liebt die Selbstinszenierung, den Rollentausch, das Wandelbare. Es genügt, um das zu wissen, ein Blick in ihre wechselvolle Vita. Nach einem Flötenstudium wandte sich Viotti den Gattungen Jazz, Gospel und Heavy Metal zu, absolvierte dann ein Philosophie- und Literaturstudium, bevor sie sich dazu entschloss, Sängerin zu werden und den Weg zur Bühne einzuschlagen. Wie wohl sie sich dort fühlt, konnte man zuletzt in Zürich, bei der «Fledermaus», sehen.

Viotti ist das, was man gemeinhin und liebevoll-salopp als «Rampensau» bezeichnet; die aufwändig gestalteten Cover ihrer Solo-CDs verdeutlichen diesen Hang zur Exaltation.

So ist es auch beim neuen Album «Prime Donne» mit Werken von Antonio Vivaldi, Nicola Porpora und dem weithin unbekannten Giovanni Porta. Viotti erscheint dort, passend zum Programm, als Barock-Diva, mit hochgetürmter Puderperücke, rosigen Wangen, roten Lippen und deutlichem Lidstrich. Sie kann es sich erlauben. Denn der Inhalt geht einher mit der Form. Vom Orchestre de l’Opéra Royal unter der Leitung von Andrés Gabetta straff und mit schlanker Tongebung begleitet, zeigt die Mezzosopranistin schon im ...

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Opernwelt Mai 2026
Rubrik: Medien, Seite 45
von Jan Verheyen

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Spielpläne 5/26

ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung

Aachen Theater Aachen
www.theateraachen.de 
- Obermüller/Gilbert, Malina: 2., 8.
- Bach, Johannes-Passion: 10.
- Tschaikowsky, Eugen Onegin: 17., 25.
- Donizetti, L’elisir d’amore: 24.

Altenburg/Gera Theater Altenburg Gera
https://theater-alten...

Personalien, Meldungen 5/26

JUBILARE
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