A Week in Vienna: Lieder und Arien von Beethoven, Weber, Schubert, und Mozart – NovAntiqua Records/Note 1 NA 18 (CD); AD: 2016
Frauenlieben
Als Ludwig van Beethoven nach Wien kam, wo er ursprünglich nur eine Woche bleiben wollte, war dort die Hausmusik in voller Blüte, und nicht selten wurde dabei das Klavier durch die damals überaus beliebte Gitarre ersetzt. Das Album «A week in Vienna», das Lieder von Beethoven, Weber und Schubert mit einigen Mozart-Arien verbindet, lässt diese Tradition wieder aufleben. Die Begleitung des Gesangs mit Gitarre schafft ein hohes Maß an Intimität; im Falle Webers, der dieses Instrument selbst gut beherrschte, auch Authentizität (wunderbar im «Reigen» op. 30).
In einigen Fällen macht sie auch dramaturgisch Sinn, etwa in Schuberts populärem «Ständchen», in Don Giovannis Serenade und Cherubinos «Voi che sapete». Man fühlt sich beim Hören in einen biedermeierlichen Salon versetzt, in dem die Dame des Hauses, begleitet von einem Freund desselben, ein paar hübsche Musikstückchen zum Besten gibt. In diesem Rahmen kann die Mezzosopranistin Paola Bono mit reizvoll herbem Timbre, reifem Charme und persönlichem Ton im Vortrag durchaus gefallen, ohne Vergleiche mit prominenten Kolleginnen herauszufordern. Marco Minà begleitet sie mit ruhiger Souveränität.
In dieselbe Epoche versetzt uns zunächst ...
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Opernwelt Februar 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 29
von Ekkehard Pluta
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