Erfüllte Tiefe

Eine Biografie über den großen Bassisten Kurt Moll

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Gelegentlich wurde Kurt Moll im Zusammenhang mit seinem Familiennamen nach Kalau gebeten – etwa mit der Behauptung, dass der Name «Dur» dem weitgehend heiteren Wesen des Sängers adäquater gewesen wäre. Moll nahm dies mit nachsichtigem Schmunzeln, unterstrich damit die humorvolle Grundtönung seiner Lebensdisposition.

In der Tat war das Glas bei ihm meist halbvoll; so hat ihn der Verfasser dieser Rezension, der den gastierenden Bassisten in den 1960er-Jahren als Regieassistent und Abendspielleiter an der Bonner Oper einige Male in laufende Inszenierungen einweisen durfte, auch kennengelernt.

Diese Bonner Gastspiele fielen in die Zeit seines Engagements in Wuppertal unter dem Intendanten Arno Wüstenhöfer, der bereits vorher in Aachen sein Chef gewesen war und sich (neben seiner Entdeckung der Choreografin Pina Bausch) durch die Förderung der gemäßigten zeitgenössischen Oper profilierte – Molls Biograf Robert Hanzlik erwähnt unter anderem die Titelpartie im «Puntila» von Paul Dessau und den Exorzisten in Pendereckis «Teufel von Loudon». Dies setzte sich dann in jenen Jahren fort, die Moll bei Rolf Liebermann an der Hamburgischen Staatsoper verbrachte, wo er unter anderem in Mauricio ...

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Opernwelt Dezember 2023
Rubrik: CDs, DVDs und Bücher, Seite 32
von Gerhard Persché

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