Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle

Neue Recitals von Kate Royal, Jonas Kaufmann, Magdalena Kozená und Vesselina Kasarova

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Die Unsitte, Klassik-Stars wie ihre Kollegen aus der Pop-Branche als Sexsymbole zu verkaufen, treibt weiterhin seltsame Blüten. Die EMI glaubte nun, ein anspruchsvolles Programm mit dem verheißungsvollen Titel «Midsummer Night» durch Hochglanzfotos der Interpretin «an den Mann» bringen zu können. Die englische Sopranistin Kate Royal, durchaus mit Model-Qualitäten ausgestattet, versucht in diskret animierenden Posen, von einer zartrosa Robe luftig umhüllt, erotische Begehrlichkeiten zu wecken. Ihre vokalen Enthüllungen sind dagegen nicht besonders spannend.

Ihr schlanker, in der Höhe zunehmend mager werdender Sopran verfügt nur über wenige Farben, und ihr Vortrag zeichnet sich kaum durch gestalterische Fantasie aus. Da wird von Dvoráks Rusalka über einige Klassiker der englischen und amerikanischen Oper des 20. Jahrhunderts bis hin zu Lehárs Vilja-Lied und Korngolds «Glück, das mir verblieb» stilistisch alles über einen Leisten geschlagen. Der Hörer ermüdet rasch, was durch die teilweise unerträglich breiten Tempi des Dirigenten Edward Gardner noch verstärkt wird, der mit dem Orchester der ENO einen zähen Einheitsbrei anrührt.
Magdalena Kozená präsentiert sich auf ihren Booklet-Fotos ...

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Opernwelt Juni 2009
Rubrik: Medin/CDs, Seite 32
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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