Aus dem Leben eines Taugenichts
Bestimmt haben Sie sich auch schon mal im Fernsehen das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker angesehen (oder wenigstens kurz zugeschaltet). Ziemlich süß und schwer verdaulich, diese Walzer-Programme, besonders nach einer durchfeierten Nacht. Hat natürlich was, so eine Tradition. Obwohl, inzwischen ist das wohl vor allem ein Exportartikel. Wer da im Takt der «schönen blauen Donau» mit seinen Klunkern klimpert, kommt eher aus Yokohama als aus Wien, Graz oder Linz.
Es ist ’ne Weile her, dass ich mir das reingezogen habe. Carlos Kleiber dirigierte.
Bestimmt war der kein Neujahrs-Fan! Ich mag Neujahr nicht. Der 1. Januar markiert keinen Anfang, sondern das Ende – meiner Weihnachtsferien. Normalerweise liegt der Tag mitten in einer Probenphase, und ich muss direkt zurück in eine Stadt, die ich entweder nie mochte oder schon satt habe. Kofferpacken und Sorgen um die postfeiertägliche Leere auf dem Konto, so sieht’s aus. Wenn ich besonders großes Pech habe, bin ich schon in der Stadt, die ich nicht mag oder schon satt habe. Wie an jenem Silvester damals in der Schweiz, als wir Matinee-Premiere hatten. Klar, eine Premierenparty gab es. Aber natürlich war die an einem Spätnachmittag ...
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Opernwelt Januar 2016
Rubrik: Mal ehrlich..., Seite 73
von Christopher Gillett
Was ist nicht schon alles über Mozarts «Zauberflöte» geschrieben worden! Wie viele Geheimnisse wurden in Schikaneders Libretto hineininterpretiert! Und haben nicht sogar einige Autoren dessen sprunghafte Dramaturgie als «Machwerk» abgetan?
Eine Pariser Bearbeitung aus dem Jahr 1801 zeigt, was aus dem merkwürdigen Stück wird, wenn man es zur durchkomponierten Oper...
Impressum
57. Jahrgang, Nr 1
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752285
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 07.12.2015
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
Adams Söhne streiten um den rechten Weg, Gott zu gefallen. Der eine opfert Tiere aus seiner Herde, der andere Früchte seines Ackers. Das Ende kennen wir: Aus unerfindlichem Grund nimmt der Herr Abels Gaben an, während er Cains verschmäht. Was den Erstgeborenen zum ersten Mord der Menschheitsgeschichte treibt. Alessandro Scarlatti hat die alttestamentarische...
