Auf der Suche nach einer neuen Identität

Eindrücke vom diesjährigen Diaghilev-Festival in Perm

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Das Diaghilev-Festival in Perm steht unter dem unerbittlichen Zwang, sich stets an der eigenen Vergangenheit messen zu lassen. Besucher wie Akteure zehren von Erinnerungen: Die Nostalgie an jene Blütezeit ist noch allgegenwärtig, als man auf den Straßen Romeo Castellucci, Robert Wilson oder Gerard Mortier begegnete und Perm – durchaus berechtigt – den Status als heimliche Kulturhauptstadt Russlands beanspruchte. Aus nahe liegenden politischen wie finanziellen Gründen gehören die illustren europäischen Namen und Koproduktionen der Vergangenheit an.

Inzwischen fungiert musicAeterna als eine Art Dachmarke: Sie umfasst längst nicht mehr nur Orchester und Chor, die dem Dirigenten Teodor Currentzis einst zu Weltruhm verhalfen, sondern auch die Tanzkompanie musicAeterna Dance, die Anton-Rubinstein-Sängerakademie sowie eine Residenz für zeitgenössische Komponisten. Das eigentliche Rückgrat des Festivals bilden mittlerweile Bildungsprogramme, Vorträge und Meisterkurse im Festspiel-Club. In dessen zeitgemäßer Ausstellungsarchitektur ist allein die brillante Präsentation der sogenannten »Permer Holzgötter« – einer einzigartigen Sammlung regionaler sakraler Holzplastiken – ein Ereignis für ...

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Opernwelt August 2026
Rubrik: Magazin, Seite 93
von Konstantin Nikischin

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