Apropos... Figur(en)
Frau Miknevičiūtė, heute Verdi, morgen Wagner: Wie ist das möglich?
Das war auch für mich eine Ausnahme und hat sich mit den Terminen so ergeben. Aber wenn ich mir sicher bin, dass mir eine Partie gut liegt, möchte ich sie auch singen.
Es heißt doch immer, ein «Nein» sei der beste Weg für eine lange Sängerkarriere. Mit Senta gehen Sie einen Schritt weiter in die dramatische Richtung. Was gibt Ihnen diese Sicherheit?
Man kann nicht alles immer vorher wissen.
Darum habe ich auf die Anfrage aus Wiesbaden geantwortet: Ich möchte das gern probieren, wir müssen sehen, ob es funktioniert – und wenn sie nicht zufrieden sind, dann gehen wir wieder getrennt unserer Wege, ohne Ärger.
Also ein «Vielleicht» mit glücklichem Ausgang. Wann haben Sie in Ihrer Laufbahn erstmals «Nein» gesagt?
Ziemlich zu Anfang. Ich wollte schon immer singen, auf dem Musikgymnasium hieß es aber: «Du hast die perfekten Finger für das Klavier!» Naja, das habe ich zehn Jahre lang täglich stundenlang geübt, bis ich mich entschied, meinem Wunsch nach Gesangsstunden zu folgen und zu wechseln.
Sie haben 2011 in Mainz als Elettra in «Idomeneo» begonnen. Stand da Wagner schon am Horizont?
Ich war im Studium ein lyrischer ...
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