Foto: Theater/Sara Joppe

Zwischen Aufbruch und Routine

Nach fünfjähriger Sanierung kehrt das Ensemble des Münchner Gärtnerplatztheaters mit einer arg konventionellen «Lustigen Witwe» ins Stammhaus zurück

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Als Josef E. Köpplinger vor fünf Jahren Intendant des Münchner Gärtnerplatztheaters wurde, hatte gerade die Generalsanierung des Stammhauses begonnen. Aus dem Ausnahmezustand, mit einem Rumpfensemble durch Ausweichspielstätten wandern zu müssen, hat Köpplinger zweifellos das Beste gemacht.

Die insgesamt 27 (!) verschiedenen Spielorte lockten neues Publikum, schienen geradezu erfrischend zu wirken auf die mitunter leicht verschnarchte Institution, wenn etwa Emmerich Kálmáns «Zirkusprinzessin» sozusagen am Ort des Geschehens, nämlich in der Manege des Münchner Zirkus Krone zu sehen war. Gleichzeitig hat Köpplinger von Beginn an nicht den Fehler mancher seiner Vorgänger gemacht, das Gärtnerplatztheater programmatisch als Konkurrenz zur finanziell wesentlich besser ausgestatteten Bayerischen Staatsoper aufbauen zu wollen. Statt als «zweites Haus am Platz» positioniert er es lieber geschickt aus seiner Eigentradition heraus als erstes Unterhaltungstheater vor Ort: mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Operette, Musical und Uraufführungen, die beide Genres in die Gegenwart fortschreiben.

Diese Programmpolitik wird sich nun wohl auch im Stammhaus fortsetzen, das Köpplinger im Oktober mit ...

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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Michael Stallknecht

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