«Wie kein anderes Haus ...»

Die Deutsche Oper Berlin beansprucht wenig bescheiden den Weltrekord an zeitgenössischen Uraufführungen

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Es ist eine pro domo-Publikation, herausgegeben von zwei Mit -arbeitern des Intendanten Dietmar Schwarz. Dieser verabschiedet sich nach 13 Jahren und bekommt bestätigt, was er am liebsten hört: «Tatsächlich haben Sie in 13 Jahren so viele Opern und Neukompositionen in Auftrag gegeben wie kein anderes Haus in Europa.» Darauf Schwarz: «Wenn das so stimmt, dann trifft das sogar auf die Welt zu.»

Irgendwie stimmt es schon. Die in der alten Tischlerei eingerichtete Experimentalbühne machte diesen Rekord möglich.

Dort wurden seit 2012 gut fünfzig Mini-Produktionen uraufgeführt, szenische Phantasien, musiktheatrale Phantasmagorien und Installationen, Soundwalks, Stückentwicklungen und Rechercheprojekte, Überschreibungen, Karaoke-Performances und Kinderopern. Auf der großen Bühne werden es Ende der laufenden Saison nur sechs sein, Rebecca Saunders «Lash» schon eingerechnet. Alle zwei Jahre eine moderne Uraufführung, keine schlechte Quote. Es gibt allerdings bessere: Die Hamburgische Staatsoper etwa hob in diesen dreizehn Spielzeiten elf abendfüllende Auftragswerke aus der Taufe.

Schwarz begann in Berlin mit einigen Klassikern der Neuen Musik, setzte Lachenmanns «Mädchen mit den ...

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Opernwelt August 2025
Rubrik: Medien, Seite 40
von Volker Tarnow

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