Was kommt... Juli 2020
IM FOCUS
Sie war die erste Regisseurin überhaupt, die den Theaterpreis DER FAUST erhielt. 2014 war das, doch nicht erst seit dieser Ehrung gilt Sandra Leupold als eine der interessantesten Vertreterinnen der Zunft. Ihre Inszenierungen zeichnen sich stets durch eine gedankliche Schärfe aus, die den Werken über ihre Entstehungszeit hinaus parabelhaften Charakter zuweist. Höchste Zeit für ein Gespräch
IM WANDEL
Bayreuth steht vor einem Paradigmenwechsel.
Immer lauter werden die Stimmen, die einen konstruktiven Krisendiskurs herbeiwünschen und den Kult um den Kanon für atavistisch halten. Junge Künstler wie der Dirigent Pietari Inkinen streben zum Hügel, nebenan plant man unter der Leitung von Max Emanuel Cencic ein Barockfestival. Einblicke, Ausblicke
IM SCHATTEN
Seine «Römische Trilogie» kennt jeder. Und mancher erinnert sich vielleicht noch an Ottorino Respighis «Marie Victoire», die 2009 an der Deutschen Oper Berlin herauskam. Ansonsten aber weiß die Musikwelt wenig über den italienischen Komponisten. Grund genug, Leben und Œuvre dieses Meisters zu beleuchten. Ein Essay
IM AUFWIND
Allein im vergangenen Jahr hat Konstantin Krimmel mächtig abgeräumt: Er siegte sowohl ...
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Opernwelt Juli 2020
Rubrik: Service, Seite 64
von Red.
Er war der letzte Zeuge einer großen Epoche französischer Gesangskunst. 1924 im südfranzösischen Béziers geboren, erhielt Gabriel Bacquier seine Ausbildung am Pariser Conservatoire und trat 1953 am Brüsseler Théâtre de la Monnaie sein erstes festes Engagement an. 1956 wechselte er an die Pariser Opéra Comique und wurde drei Jahre später Mitglied der Opéra, deren...
Der Investitionsrückgang öffentlicher Ausgaben infolge der deutschen Sparpolitik in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten hat bei den Theatern zu einem fatalen Sanierungsstau geführt. Etwa 80 Prozent der mehr als 300 öffentlich subventionierten Häuser gelten als sanierungsbedürftig, rund 40 Gebäude werden aktuell renoviert. Über die weiteren 1000 privaten Theater...
Es gebe, schreibt Maurice Maeterlinck einmal, «eine alltägliche Tragik, die viel wahrer und tiefer ist und unserem wahren Wesen weit mehr entspricht, als die Tragik der großen Abenteuer. Sie ist leicht zu empfinden, aber schwer darzustellen». Gabriel Fauré fand für diese Tragik des Alltags, für die Erschütterungen im äußeren Gleichmaß des Lebens, den unhörbaren...
