Was kommt... Dezember 2021
Überbeschäftigt?
Zuletzt sahen wir von Regisseur Johannes Erath Gounods «Faust» und Saariahos «L'Amour de loin» in Köln sowie Verdis «La traviata» in Hamburg und Mozarts «Le nozze di Figaro» in Dresden.
Doch: Lebt es sich als viel gefragter Künstler gut «aus dem Koffer»? Und wie martert man sich wirklich treffende Regie-Ideen entlang der Stoffe mehrmals im Jahr aus dem Hirn? Ein Interview
Überall präsent
Eine eigene Oper für ein junges Publikum: Das ist der Anspruch der Kinderoper Köln, die zu den absoluten Pionierinnen in Sachen Musiktheater für Kinder und Jugendliche in Europa gehört. Hier werden für Kinder aller Altersgruppen sowie für Familien erstklassige Opernproduktionen mit professionellen Sängerinnen und Sängern gezeigt, begleitet vom Gürzenich-Orchester Köln. Jetzt feiert die Kinderoper Köln ihr 25-jähriges Jubiläum – und sogar eine eigene Stadtbahn der Kölner Verkehrsbetriebe steht ganz im Zeichen der musiktheatralischen Nachwuchspflege.
Überlebt
Der im russischen Kaiserreich geborene Komponist Szymon Laks (1901–1983) überlebte die Martyrien von Auschwitz. Sein erstaunliches Liedschaffen wird in letzter Zeit immer neugieriger beäugt. Welche Lieder von ihm muss man ...
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Opernwelt Dezember 2021
Rubrik: Service, Seite 80
von Red.
Gioachino Rossinis «Otello» entstand 1816, zwischen den Erfolgsopern «Il barbiere di Siviglia» und «La Cenerentola». Mit der Prominenz von Verdis «Otello» (1887) kann das Stück heutzutage nicht mithalten, was einerseits in der kritischen Rezeption begründet liegt: Die differenzierte Handlung der Shakespeare-Grundlage werde bei Rossini banalisiert (der Komponist...
Just am Morgen der Premiere wird die Vertragsverlängerung des Intendanten bekanntgegeben: Aviel Cahn, der seit der Saison 2019/ 20 das Grand Théâtre de Genève leitet, wird bis 2029 im Amt bleiben. Dieser Vertrauensvorschuss erlaubt dem Schweizer neben seiner Politik der beherzten Öffnung des Hauses nicht zuletzt, seine programmatischen Linien fortzuspinnen, etwa...
Luigi Rossis 1647 für den französischen Hof komponierter «Orfeo» bricht alle Rekorde. Allein 23 Solisten listet das Personenverzeichnis auf, und eine Spieldauer von sechs Stunden stellt selbst redselige spätere Gesamtkunstwerker wie Wagner oder Stockhausen in den Schatten. Rossis Librettist Francesco Buti erweitert die tragische Handlung um den mythischen Sänger...
